VeraCrypt - der TrueCrypt-Nachfolger

Das Verschlüsselungsprogramm VeraCrypt will besser und sicherer sein als TrueCrypt. Es verschlüsselt ganze Ordner und Partitionen.

von Simon Gröflin 02.12.2014

VeraCrypt ist eine mögliche Alternative zu TrueCrypt, das laut seinen Entwicklern nicht mehr als sicher gilt und seit Mai 2014 nicht mehr weiterentwickelt wird. VeraCrypt basiert zwar nach wie vor auf TrueCrypt, soll aber an entscheidenden Stellen verbessert worden sein. VeraCrypt ermöglicht das Verschlüsseln einer Partition oder einzelner Ordner. Spannend ist auch die Möglichkeit, unsichtbare Partitionen anzulegen.

In VeraCrypt legt man zuerst ein virtuelles Dateivolumen an In VeraCrypt legt man zuerst ein virtuelles Dateivolumen an Zoom© sgr / IDG

Man kann aus verschiedenen Verschlüsselungsalgorithmen wählen. Sicher wählen sollte man die AES-256-Bit-Verschlüsselung. Dazu stehen weitere Optionen wie SHA-2 und Whirlool zur Wahl, welche die Verschlüsselung im Gegensatz zu TrueCrypt noch sicherer machen sollen.

Hinweis: Leider eignet sich nach unserer Erfahrung VeraCrypt weniger für grössere Dateimengen, weil das Verschlüsseln sehr lange dauern kann. Das auch auf schnellen Systemen. 

Erste Schritte: Einsteiger beginnen am besten mit einem Klick auf den Create Volume. Dann startet ein Assistent, der den User bei allen notwendigen Schritten unterstützt und nützliche Zusatzinfos gibt. Abschliessend gilt es nur noch, das angelegte verschlüsselte Volume einem virtuellen Laufwerk zuzuweisen und zu mounten. Das lässt sich einfach erreichen, indem Sie einen Laufwerksbuchstaben markieren, die Container-Datei auswählen, auf Einbinden klicken und das Passwort eingeben. Danach führt der Windows-Explorer das Volume wie ein normales Laufwerk auf, das die bekannten Dateioperationen erlaubt.

Wichtig: Laden Sie die aktuelle Version von VeraCrypt herunter; die finden Sie unter https://veracrypt.fr

Kommentare

  • PCUser71 23.12.2014, 14.40 Uhr

    Euer Hinweis enthält leider keine vergleichbaren Werte. Wie definiert Ihr "grössere Dateimengen"? Reden wir von 10MB? 1GB? 100GB? 2TB? Was meint Ihr mit "das Verschlüsseln kann sehr lange dauern"? Reden wir von 10 Sekunden? 2 Minuten? Einer halben Stunde? Und für welche Dateimenge? Bitte gebt den Lesern vergleichbare Anhaltspunkte. Auch was "schnelle Systeme" betrifft. Sonst ist der Hinweis wenig hilfreich.

  • xingit 08.01.2015, 21.43 Uhr

    SHA-2 und Whirlpool sind keine Verschlüsselungsverfahren sondern Hash Verfahren und die erstere heisst SHA-256 oder SHA-512. Neben AES stehen wie bei Truecrypt noch serpent und twofish sowie Kombinationen davon als Verschlüssleung zur Verfügung. Bzgl Performance muss man sagen, dass nur die Erstellung eines Containers seine Zeit braucht, jedoch keine Sekunde mehr als Truecrypt. im tägliche Gebrauch erziehlt eine normale Intel Maschiene eine Verschlüsselungsgeschwindigkeit von mehreren 100 MB[...]

  • PCUser71 08.01.2015, 23.03 Uhr

    ...Ausser im Einsatz der schnellsten SSDs sind Harddisks langsamer als die Verschlüsselung und es ist nicht mit einer Verlangsamung zu rechnen.Danke für Deine Erklärung, xingit. Nur Deinen letzten Satz verstehe ich nicht ganz. Ist VeraCrypt nun tatsächlich, in der Praxis mit realen Daten im exakt gleich grossen Container auf der gleichen Maschine langsamer oder nicht? "nicht mit Verlangsamung zu rechnen" bedeutet im Umkehrschluss genau das gleiche wie "kann sehr lange dauern". Nur echte, [...]

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