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Gamer-PC oder Konsole?

Lohnt sich die Anschaffung eines Gaming-PCs? Oder lieber eine Konsole? PCtipp zeigt auf, was Sie beachten sollten. Ring frei!

von Florian Bodoky 18.04.2016

Die Diskussion, ob es sich auf dem Computer oder auf der Konsole bes­ser spielen lässt, ist so alt wie die Ge­räte selbst. Waren Spielkonsolen dem PC vor zehn Jahren in Sachen Hardware und An­wendungsbereich noch weit unterlegen, so sind diese Unterschiede heutzutage viel klei­ner. Bei der Wahl der bevorzugten Plattform sind heute andere Punkte entscheidend.

Anschaffungskosten 

Die neuste Generation der Spielkonsolen ist in Sachen Hardware ziemlich stark. Speziell die PlayStation 4 und die Xbox One können mit beeindruckender Hardware aufwarten. Dennoch sind die Geräte bereits für un­ter 300 Franken zu haben. In dieser Preiskategorie findet man keinen PC, der mit der PS 4 oder der Xbox One mithalten kann. Speziell eine konkurrenz­fähige Grafikkarte strapaziert das Budget. Betrachtet man die Anschaffungskosten, gehen die Konsolen klar in Führung.

Konsolen sind in der Anschaffung günstiger Konsolen sind in der Anschaffung günstiger Zoom© Sony

Punktestand: 1:0 für die Konsolen

Budget-Tipp: Legen Sie nicht viel Wert auf die neuste Technik, aber auf viele und aktu­elle Spiele? Die Vorgängerkonsolen PlayStation 3 und Xbox 360 sind schon ab rund 100 Franken zu haben!

Folgekosten

Mit der Anschaffung einer Spieleplattform ist es in finanzieller Hinsicht natürlich nicht getan. Auch in der Folge entstehen Kosten. Da wäre zunächst das Naheliegende: Spiele. 

Betrachtet man den Querschnitt der Spiele­preise, stellt man zwei Dinge fest: Zum einen legt man für neue PC-­Games etwas weniger auf den Ladentisch; der Preis liegt zwischen 50 und 70 Franken. Konsolentitel gibts für 70 bis 90 Franken. 

Ausserdem setzt der Preiszerfall bei PC-Spielen schneller ein als bei ihren Konsolenpendants. Dieser schnelle Preiszerfall hat auch mit den diversen virtuellen Bezugs­quellen zu tun, die Konsolenspiele nicht ha­ben. So gibts für PCs zum Beispiel die Spiele­-Download­-Plattform Steam. Dort sind gelegentlich auch auf neuere Titel schon nach kurzer Zeit mäch­tige Rabatt erhältlich. Bei Konsolen sind die Game­-Downloads hinge­gen immer an den Konsolenher­steller gebunden, was den Preis­wettbewerb unterbindet. Immer­hin gibt es im PS4-­Store wöchent­lich Rabatte auf ausgewählte Titel. Ein weiterer Kostenfaktor sind die Onlinegebühren.

War bei der PlayStation 3 der netzgebundene Multiplayer­-Spass noch gratis, hat sich Sony bei der PS4 für eine Nut­zungsgebühr entschieden. Micro­soft hatte schon beim Vorgänger Xbox 360 eine Gebühr erhoben und ist dabei geblieben. Sony verlangt für 3 Monate PlayStation Plus, so der Name des Diensts, eine Gebühr von ca. 23 Franken. Microsofts Angebot schlägt mit 25 Franken zu Buche. Fairerweise sei gesagt: Der Service umfasst auch den kostenlosen Bezug diver­ser Demos und Rabattaktionen auf Spiele. Bei PC-­Spielen fällt meist nur bei Online­rollenspielen wie «World of Warcraft» eine Gebühr an – die Mehrheit der Spiele ist on­line kostenlos spielbar. Damit gleicht der PC den Punktestand wieder aus.

Punktestand: 1:1 

Budget-Tipp

Statt die Onlinemitglied­schaft beim Hersteller zu verlängern, lohnt es sich, bei Händlern Ausschau nach Xbox­ Live ­Gold ­oder PlayStation-­Plus­-Pässen zu halten. Oft sind diese günstiger.

Spielevielfalt

Die Spielevielfalt ist wohl der Punkt, an dem die Lager «PC­-Gamer» und «Konsolenspie­ler» am weitesten auseinandergehen. Die wichtigste Frage ist jene des bevorzugten Spielegenres. Es besteht kein Zweifel daran, dass Liebhaber von Echtzeit-­, Aufbau-­ und Strategiespielen à la «Anno», «Tropico» oder «Fussballmanager» nicht an einem Gamer­-PC vorbeikommen, Bild 2. In dieser Hin­sicht ist die Spielevielfalt bei Konsolen im Hintertreffen. Der Grund dafür ist einfach: die Peripherie.

Während man bei Konsolen auf Controller oder Steuerräder beschränkt ist, dienen bei PCs auch Tastatur, Maus, Joy­sticks und andere Eingabegeräte zum Spie­len. Schlägt das Herz eher für Simulationen oder Rennspiele, sollten Sie hingegen eine Konsole in Betracht ziehen. Falls Sie in Sachen Genres keine Präferen­zen haben, gilt es, andere Faktoren zu be­rücksichtigen; zum Beispiel die Abwärtskompatibilität. Die Hersteller der Konsolen zieren sich bis dato, Spiele älterer Konso­len auf neueren Platt­formen spielbar zu machen. Microsoft hat diesbezüglich zwar andere Ankündigungen gemacht, allerdings ist die An­zahl an Xbox-­360-­Spielen, die sich auf der Xbox One zocken lassen, verschwindend klein.

Simulations-Fans greifen mit Vorteil zum PC Simulations-Fans greifen mit Vorteil zum PC Zoom© Ubisoft

Bei der PlayStation 4 gibt es aktuell noch überhaupt keine Abwärtskompatibilität. Hier ist der PC im Vorteil: Ältere Compu­terspiele kann man jederzeit wieder instal­lieren – notfalls auch in einem Emulator. So lassen sich selbst Spiele aus DOS-­Zeiten à la «Monkey Island» problemlos zocken. Konsolenanhänger halten mit dem Argument dagegen, dass Konsolen heute von vie­len Spieleherstellern priorisiert werden und daher die Veröffentlichung von Top-­Titeln meist vor dem Release der PC­-Version erfolgt. Das stimmt, ist in der Gesamtbetrachtung aber ein vernachlässigbarer Faktor. Unter dem Strich bedeutet dies die Führung für den PC.

Punktestand 1:2 für den PC

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