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Test: drahtlose Maus-Tastatur-Sets

Bei Mäusen und Tastaturen gibt es grosse Unterschiede punkte Preis, Genauigkeit und Ergonomie. Der PCtipp hat fünf neue Sets getestet.
blue_quad von Daniel Bader (24.11.2009)

Für die meisten Anwender empfehlen sich drahtlose PC-Mäuse und Tastaturen. Dadurch reduziert sich der Verkabelungsaufwand. Der Benutzer hat mehr Bewegungsfreiheit, die sich vor allem bei Computermäusen auszahlt.
Der PCtipp hat fünf aktuelle, drahtlose Maus-Tastatur-Sets der Hersteller Cherry, Labtec, Logitech, Microsoft und Trust getestet. Schon beim Preis zeigen sich grosse Unterschiede; er bewegt sich zwischen 50 und 210 Franken. Alle Details und Testresultate zu den Geräten finden Sie in der Tabelle.
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So funkts richtig: Ein Maus-Tastatur-Set besteht aus den beiden Eingabegeräten und einem Empfänger (engl. Receiver). Tastatur und Maus übertragen die Befehle per Infrarot- oder Bluetooth-Technik zum Receiver. Dieser wird via USB-Stecker direkt am Computer angeschlossen. Den Strom bekommen Tastatur und Maus von Batterien oder Akkus. Der Empfänger wird via USB-Kabel vom PC mit Energie versorgt.
Cherry B.Unlimited Home: Bietet eine hohe Funkreichweite
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Laser ist präziser: Kugelmäuse gehören der Vergangenheit an. Die optischen Pendants haben sich aufgrund ihrer Präzision durchgesetzt. Die fünf Mäuse im Test verwenden Lasertechnik, die auch mit schwierigeren Oberflächen zurechtkommt. Besonders genau sind die Nager von Logitech und Microsoft. Letzterer hat ausserdem die optimierte Lasertechnik BlueTrack an Bord. Im Vergleich zur konventionellen Laserabtastung ist ihr blauer Strahl viermal so gross und wird mit einer aufwendigen Mechanik kombiniert. Im Test funktionierte das Gerät sogar auf Oberflächen wie Marmor, Teppich und Glas anstandslos.
Labtec Laser Wireless Desktop 1200: sehr günstig
vergrößenLabtec Laser Wireless Desktop 1200: sehr günstig
Die PC-Mäuse von Trust und Labtec hatten auf diesen Oberflächen Genauigkeitsprobleme. Jene von Cherry und Logitech schnitten besser ab: Vor allem Letztere überzeugte mit sehr hoher Genauigkeit. Ein weiterer Pluspunkt für Logitech: Die Maus verwendet zur Datenübertragung Bluetooth. Im Vergleich zu Infrarot ist die Reichweite dieser Funktechnik höher. Logitechs Maus schaffte 22 Meter, die Tastatur sogar 27 Meter. Auch Trust konnte mit 19 bzw. 23 Meter punkten – trotz Infrarottechnik. Einzig Labtec fiel mit 10 bzw. 8 Metern stark gegenüber der Konkurrenz ab.
Ausserdem gilt Bluetooth als weitgehend abhörsicher, da die Signale verschlüsselt übertragen werden. Logitechs Bluetooth-Empfänger lässt sich ebenfalls als Hub einsetzen. Damit avanciert er zur zentralen Schnittstelle für weitere Bluetooth-Geräte (z.B. Handys).
Trust Wireless Slimline Media Deskset: kompakt - aber die Tasten haben zu viel Spielraum
vergrößenTrust Wireless Slimline Media Deskset: kompakt - aber die Tasten haben zu viel Spielraum
Ergonomie ist nicht optimal: Mit Sondertasten, die jedes der fünf Sets bietet, lassen sich Anwendungen sowie Einstellungen mit nur einem Klick (Maus) oder Tastendruck starten. Dazu wird Software mitgeliefert, die alle nötigen Einstellungsmöglichkeiten bietet. Das funktionierte im Test sehr gut.
Was aber immer noch nicht konsequent umgesetzt wird: Die Maus muss gut in der Hand liegen und die Tastatur über einen vernünftigen Druckpunkt verfügen. Gut verrichteten die Modelle von Microsoft und Logitech ihren Job; die von Cherry mit einigen Abstrichen. Die Tastatur hat zwar einen guten Anschlagpunkt und die Eingaben sind angenehm leise. Ungewohnt ist jedoch das Griffgefühl der Maus, was zu Fehlklicks verleitet.
Trusts Tastatur zeigte Qualitätsmängel: Die Tasten haben zu viel Spiel – ein Fehltippen bis hin zum Abfallen der Tasten ist vorprogrammiert. Bei Microsoft gabs Abzüge, weil nach ca. zwei Wochen Schreibtischeinsatz ein Abrieb der aufgedruckten Buchstaben bei der Tastatur sichtbar wurde. Auch Labtecs Maus-Tastatur-Set ist von diesem ärgerlichen Herstellungsproblem betroffen.
Logitech MX5500 Revolution: ultraflexibel
vergrößenLogitech MX5500 Revolution: ultraflexibel
Für Logitechs Edelkombination gibt es ebenfalls Kritik: Die Maus ist nur für Rechtshänder geeignet. Eine schlechte Lösung ist zudem der eingebaute Akku. Bei einem Defekt muss die Maus eingeschickt werden, womit der Nutzer kurzfristig ein Ersatzgerät benötigt. Für einen Preis von 210 Franken darf man mehr erwarten. Da nützt auch die lange 3-Jahres-Garantie wenig.
Beim Spritzwassertest schnitten die Tastaturen von Cherry und Trust schlecht ab. Sie waren nicht mehr funktionsfähig, nachdem ca. ein Deziliter Wasser über sie geschüttet wurde.
Fazit: Es gibt noch viel zu tun: Die Funktechnologie haben die Hersteller mittlerweile gut im Griff. Dennoch müssen elementare Dinge optimiert werden. Pflicht sind spritz-wasserfeste Tastaturen und stabile Eingabegeräte, deren Beschriftung hält. Den besten Eindruck im Test machten Logitech und Microsoft, aber selbst hier müssen Kinderkrankheiten ausgemerzt werden – zumal die Maus-Tastatur-Sets teils sehr viel Geld kosten.

Hier erfahren Sie mehr über den Testsieger.

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