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Test: Kingston SSDnow V+ SATA-II 128 GB

Solid State Drives (SSD) erobern den Laufwerksmarkt. Ein SSD-Bundle mit Zubehör musste sich im Test beweisen - mit Erfolg.
blue_quad von Gaby Salvisberg (02.02.2010)
RAMLexikon RAM-Hersteller Kingston fällt einem wohl nicht als Erstes ein, wenn man über benutzernahe, durchdachte Produkte mit Wow-Effekt spricht. Schliesslich sind Speicherriegel eine eher trockene Angelegenheit und nur für Computerprofis und PC-Bastler interessant. Das als Performance-UpgradeLexikon Upgrade vermarktete Paket mit Solid State Drive und cleverem Einbauzubehör könnte das jetzt ändern. Wir sagens unverblümt: SSDs sind sowieso cool – aber Kingston macht mit seinem BundleLexikon Bundle aus SSD und Desktop/Notebook-Kit inkl. USBLexikon USB-Gehäuse die Sache erst so richtig sexy. Doch eins nach dem anderen.
Was sind SSDs überhaupt?
Sieht eigentlich nicht ...
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Solid State Drives (SSDs) sind Speicherlaufwerke, in denen die Daten nicht auf rotierenden Magnetscheiben liegen, sondern in Speicherchips. Man kann sie in Notebooks oder Desktop-PCs genau wie Festplatten verwenden. Sie sind leichter als Festplatten, brauchen weniger Strom, geben weniger Wärme ab, sind geräuschlos, robuster und deutlich schneller als ihre Magnetplatten-Cousins.
... sehr spektakulär aus
vergrößen... sehr spektakulär aus
Leider sind sie auch immer noch viel teurer. Wo grosse Datenmengen lagern, etwa auf Netzwerkspeichern (NAS) oder externen Festplatten, greift man deshalb besser nach wie vor zu einer herkömmlichen Harddisk. Als Arbeitslaufwerke fürs BetriebssystemLexikon Betriebssystem, für Programme und Games sind SSDs jedoch perfekt. Die einzelnen Speicherzellen in den SSDs nutzen sich übrigens mit jedem Schreibzugriff ein wenig ab. Moderne Betriebssysteme und immer bessere Controller in den Drives wirken dem jedoch entgegen und verteilen die Zugriffe gleichmässig.
Wir empfehlen den Umstieg von Harddisk auf Solid State Drive nur, wenn alle folgenden Kriterien erfüllt sind:
  • Sie wollen das Drive als internes Laufwerk verwenden, und zwar am SATA-II-Anschluss (für IDE/PATA lohnt sich das nicht).
  • Als Betriebssystem benutzen Sie Windows 7 oder Ubuntu 9.10 (oder neuer), weil diese die SSDs schonender und effizienter ausnutzen.
  • Sie wollen keine grossen Datenmengen darauf lagern.
Weil die Preise neuer, schneller SSDs mit Kapazitäten von immerhin 64 oder 128 Gigabyte so langsam in bezahlbare Gefilde rücken, lohnt sich für einige Anwender der Umstieg.
Das Kingston-SSD-Bundle

Wir schauten uns ein 2,5" Kingston SSDnow V+ SATA-II mit bereits recht komfortablen 128 Gigabyte an. Die schnellen Drives aus Kingstons «V+»-Serie zielen auf den anspruchsvollen Anwender. Bei BenchMarkreviews.com lag das Drive im Vergleich zur Konkurrenz im Mittelfeld und bekam gute Noten: Die gemessenen Geschwindigkeiten übertrafen durchs Band die von Kingston selbst angegebenen Lese- und Schreibgeschwindigkeiten von 230 und 180 Megabyte pro Sekunde.
Das Bundle mit Desktop-Einbaurahmen, Notebook-USB-Kit und Klon-Software
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Aber erst das mitgelieferte Zubehör macht das getestete Paket in der Praxis zum Goodie. Im Bundle befinden sich ein externes Gehäuse mit USB-Kabel, eine Klon-Software und ein komplettes Einbauset für Desktop-PCs. Das Einbauset enthält nebst Kabeln einen Einbaurahmen, mit dem das 2,5"-Drive in einem 3,5" breiten Harddisk-Schacht Platz nimmt.
Wir wollten das SSD aber lieber im Notebook haben. Der Umbau war kinderleicht; es war nur ein kleiner Kreuzschlitzschraubenzieher nötig. Zuerst wanderte das SSD vorübergehend ins externe Gehäuse: Schiebedeckel auf, SSD rein, Deckel zu, Gehäuse per USB ans Notebook stöpseln. Daraufhin starteten wir das Notebook mit der mitgelieferten CD auf. Bei ihr handelt es sich übrigens um eine (leider englische) Version von Acronis TrueImageLexikon Image. Damit klonten wir mit wenigen Klicks die interne Festplatte 1:1 aufs extern angehängte SSD.
Das SSD mit dem geklonten Windows landet endlich im Notebook
vergrößenDas SSD mit dem geklonten Windows landet endlich im Notebook
Zum Schluss wurden die Plätze getauscht: Zunächst entfernten wir den Festplattendeckel an der Notebook-Unterseite und nahmen die Festplatte heraus. Das ist bei Notebooks übrigens viel einfacher als bei Desktop-PCs. Das SSD befreiten wir wieder aus seinem USB-Gehäuse. An der Notebook-Harddisk befand sich ein Einbaublech, das wir ab- und am SSD wieder anschraubten. Zum Schluss nahm das SSD im Notebook Platz. Der Clou an der Sache: Jetzt hatten wir eine alte Harddisk übrig, die genau ins von Kingston gelieferte USB-Gehäuse passte. Die kann man darum fortan bequem als USB-Platte weiterverwenden.
Das Notebook startete danach problemlos auf und hatte eine leistungsmässige Verwandlung durchlebt. Programme starteten wesentlich schneller. Die Zeit fürs Aufstarten und Herunterfahren des Notebooks halbierte sich ungefähr. Das Erstellen, Öffnen und Kopieren von Dateien verlief auch wesentlich flüssiger.
Kingston fabriziert von diesen «SSDnow V+»-Bundles solche mit 64, 128, 256 und 512 GB. Nicht jedes ist bei jedem Händler erhältlich. Im Sortiment von Brack haben wir jene mit 128 GB (Fr. 439.–) und 256 GB (Fr. 829.–) entdeckt. Bei Digitec waren zum Testzeitpunkt nur jene mit 128 GB zu finden (ebenfalls Fr. 439.–). Schauen Sie beim Kauf genau hin: Es gibt auch billigere Bundles, denen ein Drive aus der V-Serie (ohne das «+») beiliegt. Diese sind mit Lese-/Schreibtempi von 100/80 MB/s deutlich langsamer.
Fazit: Die Arbeit mit den schnellen V+-SSDs von Kingston rockt. Und das Bundle mit Notebook- und Desktop-Einbauhilfe räumt auch dem weniger erfahrenen PC-Anwender die gröbsten Umstiegshindernisse aus dem Weg. Schade, dass Weihnachten vorbei ist, liebe Performance-Freaks. Wünscht Euch dieses Bundle am besten zu Ostern.

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PRODUKTINFOS

Kingston SSDnow V+ SATA-II 128 GB (Bundle)

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ProSchnelles Solid State Drive, durchdachtes Zubehör für den Einbau
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ContraKlon-Software nur in Englisch
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Details: 128 GB SSD, Lesen/Schreiben 230/180 MB/S, SATA-II, Desktop-Einbaukit, Notebook-Kit
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Empfohlener Verkaufspreis: Fr. 439.–
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