Home  >  News  >  Firmen  > Meldung 60076

spacer

Rapidshare: keine Angst wegen Megaupload

Nach dem Aus von Megaupload stellt sich die Frage, ob andere Filesharing-Dienste wie Rapidshare Ähnliches zu befürchten haben. Das Schweizer Unternehmen sieht sich aber nicht in Gefahr.

blue_quad von Hannes Weber (23.01.2012)

Nachdem das FBI die US-Filesharing-Seite Megaupload vom Netz genommen hat, steht die Frage im Raum, ob nun vergleichbaren Filesharing- und Filehosting-Anbietern ein ähnliches Schicksal droht. So etwa der äusserst populären Plattform Rapidshare mit Firmensitz in der Schweiz. Gegenüber dem Blog Ars Technica äusserte sich Daniel Raimer, Firmensprecher von Rapidshare, aber wenig beeindruckt: «Wir sind nicht besorgt oder verängstigt wegen der Sache mit Megaupload», so Raimer.

Der Grund, wieso sich Raimer und sein Arbeitgeber Rapidshare in Sicherheit wiegen: «Filehosting an sich ist ein legales Geschäft.» Dienste wir Rapidshare unterscheiden sich aus technischer Sicht kaum von anderen Cloud-Speicherdiensten wie etwa Microsoft SkyDrive oder Dropbox, so die Meinung des Sprechers.

«Kriminelle Machenschaften» Grund für Megaupload-Razzia

Auch auf Rapidshare wird illegales Filesharing betriebenvergrößenAuch auf Rapidshare wird illegales Filesharing betrieben Rapidshare-CEO Alexandra Zwingli äusserte sich in einem Statement ebenfalls zu den Vorfällen. Ihrer Meinung nach war es nicht das Filesharing-Prinzip, das Megaupload zum Verhängnis wurde. Vielmehr seien es die kriminellen Machenschaften der Geschäftsleitung des Unternehmens rund um den berüchtigten Millionär und Möchtegern-Hacker Kim «Kimble» Dotcom. So soll gar gezielt Geld an Onlinepiraten geflossen sein, damit diese urheberrechtlich geschütztes Material auf die Server hochluden.

Rapidshare sei aber ein völlig legaler Service - «wie Swisscom oder YouTube» - und auch ein gänzlich anderes Unternehmen. Das beginnt laut Zwingli bereits bei der Unternehmensorganisation, die wesentlich transparenter sei. Die Adresse des Firmensitzes im zugerischen Cham sei stets genauso transparent offengelegt worden wie die Namen der verantwortlichen Personen. Ausserdem «gehe man strikt gegen Copyright-Verletzungen vor». Man befinde sich diesbezüglich auch in einem konstruktiven Dialog mit Politikern in den USA und anderen Ländern.

US-Filehoster deaktiviert Sharing-Funktionen

Trotz der Gelassenheit der Rapidshare-Verantwortlichen: Auch sie werden die weitere Entwicklung im Fall Megaupload mit Sicherheit gespannt verfolgen. Denn ein allfälliges Urteil gegen die Betreiber der Filesharing-Plattform könnte die Branche durchaus wachrütteln.

Auch ohne Urteil hat der US-Hoster Filesonic bereits auf die Razzia bei Megaupload reagiert und sämtliche Sharing-Funktionen deaktiviert. Dies beweist, dass sich längst nicht alle Mitbewerber so sicher fühlen wie Rapidshare.



  


Anzeige
Social Bookmarks
ARCHIV
left
MAI 2012
right
MO
DI
MI
DO
FR
SA
SO
30
1
2
3
4
5
6
7
8
9

» Die letzten 14 Tage

» Newsarchiv

Wählen Sie:
Ähnliche News

Die verhafteten Betreiber des Filesharing-Dienstes Megaupload kommen nicht auf Kaution frei. Derweil warnen Sicherheitsexperten von «falschen» Megaupload-Diensten.Megaupload: Kim Dotcom bleibt in Haft

US-Behörden haben die Dateitauschbörse Megaupload geschlossen und vier Personen verhaften lassen. Die Antwort der Hackergruppe Anonymous liess nicht lange...FBI nimmt Megaupload vom Netz

Das Bundesverwaltungsgericht hat entschieden: Die Schweizer Domain-Registrierungsstelle Switch darf die Überschüsse behalten, das Bakom geht leer aus....Switch darf Gewinn behalten

Die Gründer der Filesharing-Plattform The Pirate Bay haben einen neuen Filehostingdienst gestartet. «BayFiles» soll allerdings Urheberrechte respektieren...Pirate-Bay-Gründer starten Filehosting-Dienst

Das neue Google-Angebot analysiert Websites und verkürzt deren Ladezeiten mit Hilfe eines neuen Hosting-Services.Google macht lahmen Websites Beine

Leser empfehlen

Der Gang durch die Gerichte brachte nichts: Ein junger Mann muss 675'000 US-Dollar Strafe zahlen, weil er Filesharing betrieben hat.675'000 Dollar Busse für 30 Downloads

Sunrise überarbeitet (wieder einmal) seine Mobilabos. Die neuen Flat-Tarife bieten jetzt auch eine SMS-Flatrate, zudem werden neue Flatrates für Auslandnutzer...Neue Handy-Abos von Sunrise

Aktuellen Gerüchten zufolge könnte Apple das Bildformat bei seinem neusten iPhone-Modell ändern und künftig auf ein 16:9-Display setzen.iPhone 5: 3,99 Zoll und neues Bildformat?

Ein US-Start-up namens Leap Motion will einen Durchbruch in der Bewegungssteuerung erzielt haben. Ein jetzt veröffentlichtes Video vermag zumindest schon...Revolutionäre Gestensteuerung für 70 Dollar?

Gegen drei Mitarbeiter von Orange, Sunrise und Swisscom hat die Genfer Staatsanwaltschaft eine Untersuchung eingeleitet. Der Grund: Sie sollen vertrauliche...Datenskandal bei Schweizer Telkos

Aktuelle Meldungen

Aus Japan kommt eine ultradünne Schutzhülle, die das iPhone wasserdicht macht und dennoch eine Bedienung ermöglicht.iPhone erhält wasserfeste Kondom-Hülle

Microsoft-Chef Steve Ballmer hat in einer Rede erklärt, dass Windows 8 für eine Wiedergeburt des Windows-Betriebssystems sorgen wird. Und er prognostiziert...Windows 8, die «Wiedergeburt» von Windows

In einem Video demonstriert ein Nokia-Mitarbeiter, wie ungemein robust das Windows Phone Lumia 900 ist.Nokia Lumia 900: Ich bin auch ein Hammer

Apple gestattet es den Virenjägern von Kaspersky nicht, eine Security-App für iOS herauszubringen. Laut Kaspersky schaufelt sich Apple damit sein eigenes...Kein Virenschutz für iOS: Kaspersky warnt

Nach Swisscom und Cablecom erweitert auch Sunrise das HD-Senderangebot ihres TV-Dienstes. Zudem wird die ComeBack-TV-Funktion erweitert.Sunrise TV: mehr HD, mehr ComeBack

Partnerchannel

 

Alles aus der Cloud-Welt für KMU von Microsoft Schweiz. 

 

ANZEIGE
Anzeige