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Netlog schockiert Schweizer

Die Community-Welle hat längst unbemerkt viele Kinder und Jugendliche in ihren Bann gezogen. Auf Netlog finden Sie freizügige Fotos Minderjähriger, Mobbing und Beschimpfungen – von Schweizer Schülern ins Netz gestellt.
blue_quad von Sandra Adlesgruber (25.08.2008)
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Während die Welt ihre Augen auf dicke Fische wie Facebook und Co. richtet, entgehen andere Plattformen den kontrollierenden Blicken. Der Tages-Anzeiger hat bereits über das bunte Treiben bei Netlog berichtet. Das Portal zählt weltweit mehr als 33 Millionen User. Die Mehrheit der Mitglieder ist jedoch – anders als bei Facebook – jünger als 18 Jahre. Längst hätten sich auch Schweizer Kinder und Jugendliche diesem Portal verschrieben. Die Minderjährigen präsentieren sich äusserst freizügig mit persönlichen Informationen, intimen Details, erotischen Fotos, Beschimpfungen und mehr. Der Tages-Anzeiger zitiert den Leiter einer Zürcher Schulgemeinde. 400 seiner 600 Oberstufenschüler sind angeblich bereits bei Netlog präsent. Aber auch 5.- und 6.-Klässler tummeln sich laut Lilo Lätzsch, Präsidentin des Lehrerinnen- und Lehrer-Verbands Zürich in Scharen auf dem Portal.
Im Tages-Anzeiger erklärt Matthias Fuchs, Leiter des Bereichs Medienlernen an der Pädagogischen Hochschule Zürich die Gefahren: «Kinder und Jugendliche geben zu viele Informationen preis und setzen sich damit der Gefahr des Missbrauchs durch Erwachsene aus. Schnell sind Wohnort und andere Details ausgeforscht – auch wenn man sich nur mit einem Nickname registriert.» Auch wüssten viele Kinder nicht, dass Beschimpfungen im WWW oft mit einer Strafe enden.


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