Das Display
Die Breite des Displays verharrt bei 640 Pixeln, die Länge ist jedoch von 960 auf 1136 Pixel angewachsen. Das reicht exakt, um eine zusätzliche Symbolreihe auf dem Home-Bildschirm unterzubringen. Ausserdem fasst ein Ordner jetzt 16 statt 12 Objekte; eine willkommene Steigerung der Kapazität. Leider reichte ein Wochenende nicht aus, um die Frage zu klären, welche vier Apps auf Seite 1 vorrücken dürfen.
Gewinner und Verlierer
Das 16:9-Display empfiehlt sich natürlich für die Filmwiedergabe. Im besten Fall wird ein Streifen im selben Seitenverhältnis formatfüllend abgespielt. Bei Filmen im Verhältnis 21:9 ist beim Zoomen entweder mehr zu sehen oder der «Abfall» an den Rändern wird reduziert. So oder so ein Gewinn.
Bei Fotos ist die Situation ein wenig komplizierter, da sie selten im 16:9-Format aufgenommen werden. Zu viel Beschnitt schadet jedoch der ursprünglichen Bildkomposition. Die App «Fotos» fällt ein salomonisches Urteil: Ein Foto im eher quadratischen Seitenverhältnis von 4:3 wird mit schwarzen Rändern an den Seiten gezeigt, da der Beschnitt zu harsch ausfallen würde. Ein Bild im schlanken 3:2-Verhältnis wird hingegen automatisch auf die volle Displaygrösse skaliert.
Auf der Gewinnerseite stehen ausserdem Apps, die Informationen in einer Liste darstellen: E-Mails, Facebook-Posts oder Einkaufslisten profitieren vom neuen Format. Die Kalender-App kann jetzt unter der Monatsansicht vier Ereignisse auflisten; beim Vorgänger waren es nur zwei. Auch die Tipperei wird angenehmer, weil nach Abzug der Tastatur deutlich mehr Platz für den Text bleibt. Hier ein Beispiel anhand der App Byword:
Die Welt wird schöner
Vor allem aber begeistert die Qualität des Displays. Laut Apple wurde die Sättigung um 44 Prozent erhöht und der Schwarzwert deutlich intensiviert. Das Display verwendet für die Darstellung den sRGB-Farbraum, wie er von jeder Kamera, jedem Monitor und jedem Fernseher verwendet wird – von Speziallösungen und Profi-Equipment einmal abgesehen.
Die daraus resultierenden Unterschiede zum Vorgänger sind bedeutend. Fotos, die man auf dem iPhone 4S noch mit Stolz herumzeigte, wirken auf dem alten Gerät plötzlich ein wenig blutleer und manchmal fast so, als wäre ein leichter Nebelfilter aufgetragen worden. Der Himmel wirkt auf dem iPhone 5 blauer, die Vegetation saftiger, der Rest plastischer. Dieser Eindruck deckt sich mit jenem vom MacBook Pro mit Retina-Display (den Test finden Sie hier): Auch dessen Darstellung profitiert weniger von der Auflösung, sondern von den satten Farben und den gefälligen Kontrasten.
Alte Apps
Apps, die noch nicht an das neue Format angepasst wurden, bleiben in der alten Auflösung erhalten. Sie werden einfach im Display zentriert. Da die Auflösung nicht neu berechnet werden muss, bleibt die Darstellung so scharf wie eh und je.

Nicht angepasste Apps werden eingemittet
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Klaus Zellweger PRODUKTINFOS
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