Das Freitagsbit: Ich habe Steuerdaten geklaut!
Die WWKolumne – Datenklau ist bereits ein Volkssport geworden. Auch ich habe eine CD, die ich gerne verhökern möchte. Ich warte auf Ihr Angebot, Herr Merzel.
Mmmh. Sorry. Ich meine natürlich: Herr Merz. Diese Namensverwechslerei macht mich ganz kirre. Also Herr Merz. Wieviel zahlen Sie? Sind zwar nur die letzten Steuererklärungen meiner ehemaligen Zweitbesten drauf, aber Kleinvieh macht doch auch Mist? Das sollten gerade Sie verstehen. Sie kommen ja aus einem Kleinkanton.
Rache an der Ex mit Videos auf YouTube ist gestern. Heute schickt man eine CD nach Bern. Ich darf mich deshalb mit Fug und Recht als Trendsetter sehen. Auf die Idee gebracht haben mich die Vorgänge im Grossen Kanton. Dort zahlt man Millionen für eine gestohlene CD. Für mich beweist das nur: Deutschland wird immer mehr zu den USA Europas. Kein Wunder, wenn die intellektuelle Oberschicht fluchtartig das Land verlässt. So soll es den Klagen von Studenten nach immer mehr deutsche Professoren an der Zürcher Uni geben. Das arme, liebe Geld, warum muss es da zu Hause bleiben?
Andererseits ist es schön, dass Deutschland endlich den Daten einen Wert beimisst. Das bührleske Zurschaustellen von Daten aller Art muss endlich aufhören. Bits und Bytes sind Gold wert. Ich fordere deshalb eine Aufstockung des Datenschutzes.
Es kann nicht angehen, dass sich jeder Simpel bedienen darf. Und jetzt her mit der Kohle!
Meine neue Stiftung für Not leidende Regierungen braucht Kapital.
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