Beängstigend gut
Den eigenen Webbrowser kurz vor der Fertigstellung des Internet Explorer 8 zu präsentieren, war ein genialer Schachzug von Google. Die angeblich zu früh entschlüpften Infos über Chrome trugen das ihre zum erfolgreichen viralen Marketing bei. Als ernst zu nehmender Konkurrent wird Google mit Chrome den Browsermarkt aufmischen. Ob aber Googles Plan aufgeht, ausgerechnet Microsofts Internet Explorer als Platzhirschen zu verdrängen, wird sich noch zeigen. Und um nichts anderes ging es beim Chrome-Coup.
Aber was wird wirklich passieren? Sicher verliert der Internet Explorer ein paar Marktanteilprozente an Chrome, da sich dieser Browser auch mit eingeschränktem Benutzerkonto installieren lässt. Damit wird Googles Surftool ohne Wissen vieler Administratoren unzählige Firmen-PCs erobern.
Viel mehr wird aber Firefox an Chrome zu beissen haben – es sei denn, Mozilla übernehme dessen Speicherkonzept und lege bei der Geschwindigkeit etwas zu. Zumindest Letzteres ist denkbar. Bei den Firefox-Entwicklern ist für die Version 3.1 ebenfalls eine neue Website-Darstellungstechnik in Vorbereitung. Für mich ist das ausser einigen unentbehrlichen Add-Ons ein guter Grund mehr, dem Fuchs treu zu bleiben.
Am wenigsten Sorgen wird sich der norwegische Browser Opera machen müssen: Vom Mainstream fast unbemerkt hat er viele treue Fans gefunden, die sich auch von einem Google-Browserhype nicht beirren lassen werden.
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