Zu früh für die Schweiz
Die Schweiz ist noch nicht bereit, um von gedruckten Büchern auf elektronisches Papier umzusteigen.
Apple und Amazon wollen das Lesen von Büchern und Zeitungen revolutionieren. Sie konzentrieren sich aber vorerst auf den englischsprachigen Markt und haben noch keine Verträge mit Schweizer Verlagen abgeschlossen.
Vielleicht behebt dieses Manko die Swisscom. Sie hat Abkommen mit Tamedia, Ringier und anderen Schweizer Verlagshäusern. Doch auch dieses Projekt ist erst in Planung. Zudem kommen bisherige E-Paper-Angebote von Schweizer Zeitungen nur schlecht an. Kein Wunder: Die meisten Inhalte gibt es auch gratis im Web. Ob die hiesigen Verleger für die neuen E-Reader den nötigen Mehrwert erzeugen können, muss sich also noch zeigen.
Darüber hinaus wollen viele Nutzer noch immer richtiges Papier in den Händen halten. Aktuelle E-Reader können dieses Gefühl nicht vermitteln. Befürworter von Lesegeräten argumentieren, dass sie nicht mehr die ganze Bibliothek in die Ferien mitschleppen müssen. Doch wer lässt schon gerne sein 500-Franken-Gerät unbeaufsichtigt am Strand liegen, wenn er kurz schwimmen geht – ganz im Gegensatz zu einem Taschenbuch oder der Tageszeitung? Für die digitale Revolution ist es noch zu früh.
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