Ganzjährige Aprilscherze
Er ist wohl das meistbenützte Programm: der Windows-Explorer. Das beweist: Quantität setzt sich eben immer durch.
Neulich wollte ich im Explorer von Windows 7 einige Fotos durch Herumschieben gruppieren und ordnen. Das ist sehr einfach und schnell erledigt, denn es geht gar nicht. Die Miniaturen bleiben immer im Raster einer automatischen Anordnung haften. Im Web suchte ich nach Informationen, wie man das unter Windows 7 einstellt, und Google sagte mir, dass das tatsächlich nicht geht. Ausser auf dem Desktop.
Nicht, dass das schlimm wäre, aber: Warum um Himmels willen schafft Microsoft eine Funktion einfach ab, die vorher immer dazugehörte und die man inzwischen als selbstverständlich voraussetzt?
Dabei kann der Explorer ja schon genug Dinge seit Jahrzehnten nicht, die er können sollte. Mehrfach umbenennen? Zwei Orte im gleichen Fenster anzeigen zum Verschieben oder Kopieren? Tabs? Live-Suche? Ordnergrösse anzeigen? Hallo?
Ich habe einen hellen Desktop-Hintergrund. Wie ändere ich nun die weisse Schrift? Ganz einfach: gar nicht. Nicht möglich. Nachdem man resigniert den PC abgeschaltet hat, stellt man beim nächsten Aufstarten fest, dass Windows die Schriftfarbe nun automatisch auf dunkel gestellt hat. Erwischt, ätschbätsch! Microsoft hat das ganze Jahr 1. April.
Der Werbeslogan für Windows 7 heisst: «Ich bin ein PC. Und Windows 7 war meine Idee.» Sollte man das Wort «PC» durch «Depp» ersetzen? Nein, das dann doch nicht – Windows 7 bringt ja auch viele Verbesserungen.
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