Sankt Apple
Fasziniert bestaune ich den Scheinheiligenschein, den sich Apple aufgesetzt hat.
Manchmal, wenn man eine App fürs iPhone oder iPad herunterladen möchte, erscheint so ein Hinweis, dass diese App nicht für Kinder und Jugendliche unter 17 Jahren geeignet sei. Im vorliegenden Fall handelt es sich um ein ganz besonders krasses Teil:
Gewalt, Drogen, Sex – nun, was könnte das sein? Ein Spiel à la Grand Theft Auto vielleicht? Falsch: Es ist iCab Mobile, ein Webbrowser. Nun, da hat Apple natürlich recht, im grossen bösen Web finden sich tatsächlich all diese schlimmen Dinge, wenn man gezielt danach sucht. Und der Webbrowser kann die sogar anzeigen! (Sofern kein Flash verwendet wird.) Apple ist konsequent: Der eigene Webbrowser Safari wird im App Store nicht einmal für Erwachsene angeboten. Gut, der ist zwar auf jedem Gerät schon drauf, aber Åpple (das Kreislein über dem A ist ein Heiligenschein) würde ja NIEMALS einem Minderjährigen einen iPod touch verkaufen. Eigentlich sollte man Minderjährige gar nicht erst auf die Welt kommen lassen, denn da sind Gruselszenen, obszöner und vulgärer Humor, realistische Gewalt und Szenen mit erotischen Anspielungen allgegenwärtig. Am besten im Mutterleib drin lassen, dort ist alles schön, warm und tubelisicher.
Kommentar: eine Frage der Philosophie
Hannes Weber
Kommentar: Apple verspielt Vorsprung
Reto Vogt
Universal und schnell
Daniel Bader
Alle Kommentare von Gaby Salvisberg
Alle Kommentare von Hansjörg Honegger
Alle Kommentare von Sascha Zäch
Alle Kommentare von Janis Berneker
Alle Kommentare von Daniel Bader
Alle Kommentare von David Lee
Alle Kommentare von Reto Vogt
Alle Kommentare von Klaus Zellweger
Alle Kommentare von Hannes Weber


