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Cablecom Hispeed: Herunterladen ja, aber nicht zu viel

In den neuen AGBs zu Cablecoms Hispeed Internet findet sich ein Abschnitt, den sich Viel-Surfer und Tauschbörsennutzer unbedingt genauer anschauen sollten.

blue_quad von Sascha Zäch (24.01.2006)

Das Schweizer Portal Macprime.ch [1] macht auf einen interessanten Abschnitt in den neuen AGBs [2] zu Cablecom Hispeed Internet aufmerksam. Er findet sich im Artikel 6 ("Fair Use") und lautet wie folgt:

"Der Kunde darf durch die Nutzung seiner Internetanknüpfung andere Nutzer nicht beeinträchtigen, hindern oder einschränken. Insbesondere während den Spitzenzeiten zwischen 16 und 24 Uhr darf der Kunde das IP-Netz durch das andauernde Ausschöpfen seiner maximalen Übertragungskapazität (excessive usage) für die Peer-to-Peer Nutzung, das Betreiben von Gameservern, den Download von Foren usw. nicht in einer Weise belasten, welche die Performance anderer Kunden beeinträchtigen würde.

Cablecom behält sich vor, bei Vorliegen einer Gefährdung des störungsfreien Betriebs des Zugangsnetzes eine vorübergehende Reduktion der jeweils vertraglich festgelegten Werte für den Up- und/oder Downstream zu veranlassen. Eine solche Reduktion kann unabhängig davon vorgenommen werden, ob der Kunde die Gefährdung absichtlich oder unabsichtlich herbeigeführt hat. Ausserdem kann der Internetzugang gemäss Ziffer 5 dieser Bestimmungen vorübergehend gesperrt werden."

In anderen Worten: Mit den neuen Vertragsbedingungen gibt der Kunde der Cablecom die Erlaubnis, bei "exzessiver Nutzung" des Internetanschlusses, die Bandbreite zurückzuschrauben. Müssen jetzt Anwender am Abend auf Musik-Downloads, Internetradio und Online-Spiele verzichten? Laut Cablecom nein: Unter "exzessiver Nutzung" verstehe man Datentransfers im mehrstelligen Gigabyte-Bereich, so Firmensprecherin Ariuscha Davatz. Bislang sei dies noch nie vorgekommen. Eines machen die neuen AGBs aber klar: Nicht nur die Swisscom, sondern auch die Cablecom stossen mit ihrer Infrastruktur langsam an ihre Grenzen. Sowohl das heutige ADSL-Netz als auch das Kabelnetz können nicht mehr jederzeit und überall die volle Bandbreite liefern. Ein Ausbau ist notwendig: Die Download-Mengen werden mit Technologien wie Video-Streaming, Internettelefonie und Online-Applikationen nämlich munter weiter wachsen.



  


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