Gnadenfrist für amerikanische Internetradios
Den Internetradios drohen in den USA drastische neue Lizenzgebühren. In letzter Minute wurden vorübergehend einige Korrekturen vorgenommen, so dass alle Stationen weiterhin senden können.
Trotz Ankündigungen vieler Webradios, die Läden dicht machen zu müssen, schalteten die Behörden bisher auf stur und schien gewillt, die drastischen Änderungen der Lizenzgebühren durchzusetzen [1]. Am 15. Juli wäre die erste von zahlreichen einschneidenden Erhöhungen fällig gewesen. Jetzt kommt es vorerst doch nicht so knüppeldick. Momentan will die Verwertungsgesellschaft SoundExchange die neuen Urheberrechtsabgaben nur für grosse, kommerzielle Anbieter kassieren. Eine andere Entlastung betrifft die Gebühr pro Radiokanal. Ursprünglich war eine fixe Gebühr von 500 US-Dollar pro Kanal vorgesehen. Damit hätten Pandora.com und andere Anbieter von persönlichen Radiostationen mit unzähligen von Kanälen den Betrieb einstellen müssen. Ein neues Angebot von SoundExchange sieht bei mehr als 100 Kanälen eine Maximalgebühr von 50000 US-Dollar vor. Im Pandora-Blog [2] zeigt sich Gründer Tim Westergren erleichtert und singt ein Loblied auf die Basisdemokratie: der Kongress habe als direkte Folge von zahlreichen Telefonanrufen für neue Verhandlungen eingesetzt. Pandora sei aber noch längst nicht über dem Berg.
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