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Phisher sind erfinderisch

Die Versender von Phishing-Mails werden immer findiger. Die neuste Masche: Der elektronische Brief, auf den das Opfer hereinfallen soll, sieht aus, als käme er vom eigenen Chef oder von einem guten Bekannten.

blue_quad von Jens Stark (14.10.2009)

vergrößen In der Cyberkriminalistenszene heisst die jüngste Methode Spear Phishing. Diese sei in den letzten Wochen und Monaten vermehrt zu beobachten, berichteten Experten auf der Cybersecurity-Konferenz TechAmerica, die dieser Tage in Washington stattfindet. Im Gegensatz zu den klassischen Phishing-Mails, bei denen das Opfer eine Mail erhält, die so aussieht, als käme sie von seiner Bank oder einer E-Commerce-Seite, sind die Spear-Phishing-Mails so gestaltet, als hätte ein Mitarbeiter der eigenen Firma oder einer guter Kollege sie geschrieben. Wie bei den herkömmlichen Phishern versuchen auch die Harpunenangler, an persönliche Daten heranzukommen oder unbemerkt Malware auf den PC des Anwenders zu bugsieren.


Geldwäscher gesucht

Begünstigt durch die derzeitige Wirtschaftskrise würden auch angeblich interessante Job-Angebote zunehmen. Diese Offerten sind allerdings meist nichts anderes als Wege für die Cyberkriminellen, ihr schmutziges Geld zu waschen. Dabei wird immer die gleiche Masche verwendet. Dem Opfer wird ein Job versprochen, bei dem es zu Hause arbeiten und viel Geld verdienen kann. Als Gegenleistung muss der Anwärter meist einen Betrag, den er zuvor erhalten hat, im Namen einer gemeinnützigen Organisation von seinem Konto aus überweisen. Meist stammt das Geld allerdings von geplünderten Bankkonten und soll auf diese Weise legalisiert werden. Aber Achtung: Wer hier tätig wird, macht sich strafbar, auch wenn er eigentlich in gutem Glauben handelt.



  


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