App-Test: Alertswiss

Mit dieser App des Bundesamts für Bevölkerungsschutz lernen Sie viel über potenzielle Gefahren. Noch sind nicht alle Features ausgerollt.

von Claudia Maag 23.07.2018
Wissen Sie, was in einer Notsituation zu tun ist? Wissen Sie, was in einer Notsituation zu tun ist? Zoom Seit 2015 betreibt das Bundesamt für Bevölkerungsschutz (BABS) gemeinsam mit seinen Partnern unter der Bezeichnung «Alertswiss» neue Kommunikationskanäle zur Information der Bevölkerung über den Schutz bei Katastrophen und in Notlagen. Nebst der Webseite alertswiss.ch bietet das BABS eine kostenlose App an.

Mit der Alertswiss-App erhalten Sie Informationen über potenzielle Gefahren wie Erdbeben, Hochwasser oder Stromausfall. Zudem können Sie Ihren individuellen Notfallplan erstellen. Diesen kann man exportieren und mit Angehörigen teilen.

Erste Schritte: Laden Sie die kostenlose App Alertswiss herunter (iOS oder Android). Wir haben die Android-Version getestet. 

Um sich über Gefahren zu informieren, tippen Sie unter dem Titel Gefahren auf den weissen Bereich. Auf der nächsten Seite sehen Sie Kacheln mit den Themen Erdbeben, Sturm etc. Erst wird das Thema erläutert und durch ein paar Beispiele ergänzt. Nützlich sind die Verhaltensempfehlungen. Ganz unten folgt eine Mediengalerie zum Thema. In unserem kurzen Test funktionierte der Link des Beispiels zum Thema Waldbrand «Ronco/Ascona (Schweiz) 2007» nicht.

Den Notfallplan kann man entweder via Website in einem PDF erstellen oder direkt in der App. Hier füllt man Informationen zu Angehörigen ein, hauptsächlich die Telefonnummern. Man kann Tipps notieren, wie man selbst oder beispielsweise Kinder im Notfall am schnellsten nach Hause kommen. Weitere mögliche Informationen sind beispielsweise Vorräte, Notfallapotheke oder Treffpunkte.

Im Zentrum steht der Notfallplan zur individuellen Vorbereitung auf Katastrophen und Notlagen Im Zentrum steht der Notfallplan zur individuellen Vorbereitung auf Katastrophen und Notlagen Zoom Insgesamt sind neun Schritte durchzuführen. Praktisch ist, dass man jederzeit abbrechen und später weitermachen kann. Was Sie schon ausgefüllt haben, sehen Sie in der Übersicht durch blaue Punkte markiert.  

Hinweis: Momentan sind noch nicht alle Features ausgerollt. Den Notfallplan zu exportieren und an Angehörige zu schicken, gelang uns auf die Schnelle nicht. In den FAQ der App empfiehlt das BABS, den Notfallplan als PDF am Computer auszufüllen. Diesen kann man abspeichern und z.B. als Anhang in einer E-Mail verschicken.

Doch warum geht es nicht in der App? «Tatsächlich beabsichtigten wir, diese Option anzubieten», sagt Dr. Kurt Münger, Kommunikationschef beim Bundesamt für Bevölkerungsschutz (BABS) dazu. Die Funktion sei bei der Entwicklung der bestehenden Version der Alertswiss-App «intensiv» geprüft worden. «Auf die Realisierung mussten wir jedoch verzichten, da die Hürden aufgrund von einzuhaltenden Datenschutz-Standards unverhältnismässig hoch waren», so Dr. Münger. Eine entsprechende Erweiterung sei nicht geplant.

Laut BABS werden ab Herbst wichtige Informationen zu Katastrophen und Notlagen – zusätzlich zum bestehenden Alarmierungs- und Informationssystem mittels Sirenen und Radio – über die Alertswiss-App und -Webseite verbreitet. Lesen Sie hier mehr über die Neuerungen.


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