Gmail-KI wollte immer antworten «Ich liebe dich»

Ein früher Prototyp der Smart-Reply-Funktion hatte die Neigung, auf sämtliche E-Mails mit «Ich liebe dich» zu antworten. Google musste deshalb den Algorithmus optimieren.

von Claudia Maag 21.09.2018

Kürzlich liess Google seine Mailing-Lösung Inbox fallen (pctipp.ch berichtete). Die dort entwickelten intelligenten Zusatzfunktionen wurden zu einem grossen Teil in Gmail integriert. Mit dem April-Update hat Google abermals neue Funktionen aus Inbox in Gmail einfliessen lassen. Beispielsweise die «intelligenten Antworten», die uns vordefinierte Antworten vorschlagen.

In den letzten Wochen wurde die Smart-Reply-Funktion von Gmail für eine wachsende Anzahl Nutzer des Web-E-Mail-Dienstes freigegeben. Laut «Wall Street Journal» werden 10 Prozent der Antworten über die Smart-Reply-Funktion generiert. Doch damit gab es offenbar ein paar Startschwierigkeiten, wie «Business Insider» schreibt. Demnach hatte ein früher Prototyp des Features die Neigung, auf sämtliche E-Mails mit «Ich liebe dich» zu antworten. Google war deshalb gezwungen, den Algorithmus zu optimieren. Man stelle sich vor, man ist unachtsam und antwortet das einem Kunden oder gar der Chefin.

Ein weiterer Vorschlag der KI-Lösung war «von meinem iPhone gesendet». Das lag daran, dass dies die Standardsignatur der Standard-App auf iPhones ist. Googles maschinelle Lern-Software erkannte nicht, dass es sich um Markenbildung und nicht um eine nützliche Art von Information handelte.

Doch die Software lernt weiter. Laut Google werden, je häufigerer man Smart Reply verwendet, Stil und Ton an jenen des Anwenders angepasst.

Tags: GMail, Inbox, E-Mail, KI

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