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Google Chrome verhindert unerwünschte Redirects

Google stattet Chrome mit neuen Schutzfunktionen aus. Neben dem Werbeblocker sollen auch unerwünschte Weiterleitungen und Overlays Geschichte sein.

von Alexandra Lindner, fby 10.11.2017
Weiterleitungen sollen verhindert werden Weiterleitungen sollen verhindert werden Zoom Google will die Version 64 seines Chrome-Browsers schon im Januar 2018 veröffentlichen. Damit liefert der Suchmaschinenprimus seinen Nutzern einige neue Schutzfunktionen gegen unerwünschte Webinhalte. Es wird einen Adfilter geben, der unerwünschte Werbeformate direkt blockiert. Daneben sollen aber auch nicht erwünschten Redirects und Overlays ein Riegel vorgeschoben werden.

Völlig werbefrei wird der Browser jedoch nicht. Damit würde sich Google selbst das Wasser abgraben. Vielmehr geht es um inakzeptable Werbung wie die plötzliche Weiterleitung über iFrames oder Ähnliches. Diese eingebetteten Webseiten initiieren oft eine Weiterleitung auf Drittanbieterseiten. Man habe herausgefunden, dass diese Weiterleitung oft zwar von den Drittanbietern gewollt ist, die eigentlichen Seiteninhaber dies jedoch meist überhaupt nicht im Sinn hätten, sagt Ryan Schoen, Product Manager bei Google.

Chrome werde diese ungewollte Weiterleitung künftig erkennen und unterbinden. Stattdessen will Google den Nutzern einen Infobalken einblenden, um über den Redirection-Versuch zu informieren.

Pop-up-Fenster sollen blockiert werden

Eine weitere Schutzfunktion der neuen Chrome-Version soll Pop-up-Fenster blockieren. Dazu zählen auch solche, die den eigentlich gewünschten Inhalt in einem neuen Tab oder Fenster laden und den Werbeinhalt im Hauptfenster anzeigen.

Daneben gebe es jedoch noch zahlreiche weitere unerwünschte Werbeformate, sagt Schoen. Etwa sogenannte Overlays, also versteckte Links, die auf vermeintlichen Schliessen- oder Playbuttons liegen. Doch auch diese könne Chrome künftig erkennen und eine Weiterleitung verhindern.

Google bietet Webseitenbetreibern an, die jeweilige Webseite auf unerwünschte Einbindungen zu untersuchen. Anhand des Berichts zu irreführenden Inhalten können Seiteninhaber feststellen, wie sie das Nutzererlebnis verbessern können. Werden unerwünschte Inhalte erkannt, hat der Betreiber 30 Tage Zeit, diese zu entfernen. Wird dem nicht nachgekommen, werden in Chrome keine neuen Fenster und Tabs über die entsprechende Seite geöffnet.

Die neuen Funktionen sind derzeit noch in der Beta-Phase. Wer sie schon jetzt ausprobieren möchte, muss in der Adressleiste des Browsers die experimentellen Einstellungen aufrufen.

  So können Sie die geplanten Features bereits jetzt testen So können Sie die geplanten Features bereits jetzt testen Zoom© Google

  1. Tippen Sie chrome://Flags in die Adresszeile ein.
  2. Dort tippen Sie Ctrl+F ein, um nach dem Eintrag Framebusting requires same-origin or a user gesture zu suchen.
  3. Dort setzen Sie das Drop-down-Menu auf Enabled. Nach einem Neustart des Browsers stehen dann die neuen Funktionen zur Verfügung.
Tags: Chrome

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