Firmenlink

 

Messenger Threema wird abhörsicher

Die Schweizer WhatsApp-Alternative Threema testet derzeit «End-to-End»- verschlüsselte Sprachanrufe.

von Jens Stark 08.08.2017

Der sichere Schweizer Messenger und WhatsApp-Konkurrent Threema will demnächst Sprachanrufe anbieten. Die entsprechende Funktion wird derzeit in einer öffentlichen Beta für Android und iOS getestet. Allerdings steht die iOS-Beta wegen zu grosser Nachfrage und der diesbezüglichen Restriktionen des App Stores von Apple bereits nicht mehr zur Verfügung.

Gemäss Messenger-Betreiber werden auch Anrufe sowie Chat-Nachrichten «End-to-End»-verschlüsselt. Dabei werden die Schlüssel auf dem Gerät erstellt und verlassen dieses laut Threema nicht. Zudem ist man bei Threema darauf bedacht, dass bei der Nutzung auch der neuen Funktion so wenig Metadaten wie nötig anfallen. So wird nicht die Telefonnummer der Anwender für die Verbindung verwendet, sondern die anonyme Threema-ID.

Ein weiteres Sicherheits-Feature ist die Verwendung einer konstanten Bitrate bei der Audio-Codierung. Dadurch sollen aufgrund der Grösse der übermittelten Datenpakete keine Rückschlüsse auf den Inhalt möglich sein. Schliesslich wird wenn immer möglich eine Peer-to-Peer-Verbindung zwischen den Anrufern aufgebaut.

Mit der Einführung verschlüsselter Sprachanrufe rückt Threema vom Funktionsumfang zum Konkurrenten Wire auf, der bereits anonyme und «End-to-End»-verschlüsselte Sprach- sowie Videoanrufe anbietet und seinen Firmensitz ebenfalls in der Schweiz hat.

Tags: Threema

    Kommentare

    • maschwi 08.08.2017, 10.22 Uhr

      das tönt zwar interessant, ist aber für gewöhnliche "Füdlibürger" wie ich einer bin nicht hilfreich. Wer End to End Verschlüsselung will hat meist einen kriminellen Hintergrund. Und irgendwann geht das den Behörden zu weit und unterbinden dessen Benutzung. Das ist ja Blackberry vor Jahren passiert; deren gute Verschlüsselung hat zum Massaker von Mumbay (Bombay) verholfen da niemand mithören konnte. M. Schatzmann

    • Gaby Salvisberg 08.08.2017, 10.29 Uhr

      Wer End to End Verschlüsselung will hat meist einen kriminellen Hintergrund. Du unterstellst also ganz vielen Menschen, denen Privatsphäre etwas wert ist, einen kriminellen Hintergrund? Mir also auch? Ernsthaft? :confused: Bitte geh nochmals in dich. https://de.wikipedia.org/wiki/Nichts-zu-verbergen-Argument Fassungslos: Gaby

    • maschwi 08.08.2017, 12.38 Uhr

      sorry Gabi, dir unterstelle ich das nicht... meine Wortwahl ist zugegebenermassen nicht ganz korrekt. Nicht jeder der diese Verschlüsselung will ist kriminell. Aber sie hilft den kriminellen Machenschaften, die Vergangenheit der leider immer mehr werdenden Anschläge hat gezeigt dass diese auf verschlüsselten Wegen zustande kommt. Siehe Darknet. Und dann sind die staatlichen Behörden wieder gefordert diese Verschlüsselung knacken zu dürfen und treffen auf Widerstand der Bevölkerung. Und der Gr[...]

    weitere Kommentare

    Sie müssen eingeloggt sein, um Kommentare zu verfassen.