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Schweizer Browser schützt die Privatsphäre

Das Zürcher Start-up Illotros präsentiert Version 2.0 des mobilen Browsers SnowHaze für iOS. Die App bietet einen nochmals verbesserten Schutz der Privatsphäre und ist nun gratis. Dafür wird separat ein kostenpflichtiger VPN-Dienst angeboten.

von Jens Stark 24.08.2017

Wer sich mit Browsern wie Chrome und Safari ins Web begibt, dessen Surftour kann getrost als gläsern bezeichnet werden. Denn nicht nur die Hersteller der Browser sammeln fleissig Daten, auch besuchte Webseiten und die auf diesen aktiven Werbefirmen versuchen, so viele Infos über den Internauten zu sammeln wie nur möglich. Wer das nicht möchte, kann seit gut einem Jahr zumindest auf iOS-Geräten mit SnowHaze des Schweizer Start-ups Illotros die Privatsphäre schützen.

SnowHaze ist standardmässig so konfiguriert, dass der Websurfer auf seiner Tour durchs Internet so wenig wie möglich getrackt wird SnowHaze ist standardmässig so konfiguriert, dass der Websurfer auf seiner Tour durchs Internet so wenig wie möglich getrackt wird Zoom© pd

Nächste Woche, genauer gesagt am 1. September, wollen die ehemaligen ETH-Studenten nun Version 2.0 von SnowHaze lancieren. Der Veröffentlichungstermin 1. September sei nicht zufällig gewählt, erklärt Firmenmitgründer Yvan Monneron gegenüber PCtipp. An diesem Tag trete nämlich das revidierte Nachrichtendienstgesetz (NDG) des Bundes in Kraft, das unter bestimmten Umständen neue Mittel zur Informationsbeschaffung vorsieht. Mehr Privatsphäre beim Surfen ist somit wichtiger denn je.

Ab sofort gratis

Die wichtigste Neuerung in Ausgabe 2.0 ist der Preis: Kostete die App bislang 3 Franken, ist sie nun gratis. Dafür bietet SnowHaze einen eigenen No-Logs-VPN-Dienst (Virtual Private Network) und eine eigene Suchmaschine an, die Teil eines Abonnements sind und 50 Franken pro Jahr oder 7 Franken im Monat kosten.

Laut SnowHaze ist das Loginverfahren des VPN-Diensts besonders diskret: Denn der VPN-Dienst, der auf dedizierten Servern in 5 Ländern läuft, benötigt nur die IP-Adresse, um eine Verbindung aufrecht zu halten. Dadurch kann der Service als nutzerunabhängig gelten, die Anwender sind also während der Anmeldung nicht identifizierbar.

Daneben führt SnowHaze 2.0 einen zweistufigen Phishing-Schutz ein. Die erste Stufe bieten die eingebauten, ausführlichen Listen von Phishtank.com. Die zweite Stufe ist eine neue Funktion, die es dem Anwender erlaubt, Webseiten als vertrauenswürdig zu kennzeichnen.

Schliesslich wurden diverse bekannte Features in der zweiten Ausgabe verbessert. So soll der Browser noch mehr Tracker und Werbungen erkennen und blockieren können. Daneben kennt die App zehn Mal mehr «private Seiten», vulgo: Pornowebseiten, deren URL nach dem Besuch im Suchverlauf gelöscht werden. Schliesslich bietet SnowHaze nun an, seitenspezifische Einstellungen sowohl permanent als auch temporär zu erlauben. Dies beinhaltet Einstellungen zu JavaScript, Canvas-Fingerprinting-Schutz oder dem Speichern des Verlaufs.


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