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Staatsanwaltschaft ermittelt gegen SMS- und Proben-Websites

Die zunehmenden Reklamationen über Portale wie Simsen.de und Probino.de haben jetzt auch die deutschen Strafbehörden auf den Plan gerufen.

von Sascha Zäch 29.03.2006
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Wie die Staatsanwaltschaft Wiesbaden auf ihrer Website meldet [1], führt sie zurzeit Ermittlungen gegen die Betreiber der Internetangebote der Firma NewAdMedia in Hochheim/Main durch. Im Visier habe sie insbesondere die Verantwortlichen der beiden Portale Winow.de und Probino.de. Die Seiten sind mittlerweile nicht mehr online. Sie haben Dienste wie Gewinnspieleintragungen oder kostenlose Warenproben angeboten. Im Kleingedruckten verlangten Sie dafür eine monatliche Gebühr; zu bezahlen mindestens ein Jahr im Voraus. In Konsumentenschutzforen beschweren sich viele Nutzer, dass sie Mahnungen und Betreibungen für diese Angebote erhalten haben, obwohl sie die entsprechenden Seiten nie besucht hätten.

Auch gegen die Inkassofirma Proinkasso GmbH in Hanau und gegen einen Rechtsanwalt in Osnabrück seien laut Staatsanwaltschaft Wiesbaden Ermittlungen im Gange. Sie sollen Betreibungsforderungen im Auftrag der Portalbetreiber verschickt haben. Nichts unternehmen können die deutschen Strafbehörden gegen die ähnlichen Webangebote Simsen.de und Probenzauber.de. Deren Betreiber sitzen in Österreich. Die Staatsanwaltschaft Wiesbaden empfiehlt deren Opfern, sich direkt an die Staatsanwaltschaft Wien zu wenden. Wer zudem sicher sei, dass er die Angebote nie abonniert habe, solle auch keine Zahlung leisten und die Gegenseite schriftlich darüber unterrichten. Die gleiche Empfehlung gibt auch die Schweizer Stiftung für Konsumentenschutz [2].

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