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Microsoft enthüllt Windows 7

Gestern war es soweit: Microsoft hat im Rahmen der Professional Developers Conference (PDC) 2008 in Los Angeles eine Vorabversion von Windows 7 präsentiert.

blue_quad von Mark Schröder (29.10.2008)

Vista oder Windows 7 - auf den ersten Blick merkt man kaum Unterschiede.vergrößenVista oder Windows 7 - auf den ersten Blick merkt man kaum Unterschiede. Die Benutzeroberfläche von Windows 7 gleicht der von Vista. Die Schnellstartleiste neben dem Start-Knopf ersetzt der Hersteller durch eine interaktive Button-Leiste ähnlich der Menüleiste des aktuellen Mac OS X Leopard: Gestartete Programme zeigen auf Mausklick Miniaturvorschauen aller geöffneten Fenster und Dokumente. Benutzer werden die Fenster innerhalb der Vorschau umsortieren und auch schliessen können. Nicht aktive Programme haben keine Vorschau, sind aber wie bisher aus der Button-Leiste startbar. Auf grossen Monitoren praktisch: Die Bildschirmränder sind «magnetisch», was das Anordnen von Fenstern auf dem Desktop vereinfacht.

Bibliotheken fassen Datein unabhängig vom Speicherort zusammen.vergrößenBibliotheken fassen Datein unabhängig vom Speicherort zusammen. Datei- und Geräte-Management
Unter der Oberfläche haben die Microsoft-Ingenieure an der Integration aktueller Technologien gearbeitet. So können im Windows-Explorer Dateien mit beliebigem physikalischem Speicherort in Bibliotheken zusammengefasst werden. Die starre Aufteilung nach Laufwerk und Verzeichnissen entfällt.
Das «Service Stage» bietet Zugriff auf jede Funktion eines angeschlossenen Geräts – etwa eines Druckers oder eines Handys. Von der Steuerzentrale aus verwaltet der Benutzer die Treiber, den Datenabgleich und den Ladevorgang. Verbessert haben will Microsoft auch die Netzwerkverwaltung. Beim Verbinden zum Beispiel mit einem installierten WLAN regelt Windows 7 Freigaben und Anschlüsse an Netzwerkdruckern automatisch.

Bedienelemente wie Office 2007
In der Demonstration auf der PDC führte Julie Larson-Green, Corporate Vice President bei Microsoft, zudem Windows-7-Komponenten vor, die eine Multifunktionsleiste wie Office 2007 haben. Dazu zählen der Texteditor WordPad, das Malprogramm Paint, die Videoanwendung MovieMaker und die Windows-Live-Applikationen. Steven Sinofsky, Senior Vice President der Windows and Windows Live Engineering Group bei Microsoft, kommentierte die veränderte Benutzeroberfläche trocken: «Wir haben entschieden, alle 15 Jahre auch die Windows-Anwendungen zu aktualisieren.»

Laut Sinofsky wird es Windows-Live-Programme wie Windows Live Mail und Windows Live Messenger in Zukunft als Paket geben – ähnlich dem Google Pack. Microsoft nennt dieses kostenlose Bundle «Windows Live Essentials». Der Download steht in Kürze bereit. Als Ergänzung dazu lanciert das Unternehmen die «Windows Live Services». Diese Onlinedienste sollen die Funktionalitäten der Desktop-Applikationen wie E-Mail, Messenger, Blogs und Fotoalbum auch im Browserfenster bieten.

Öffentliche Beta-Version von Windows 7
Sinofsky zufolge durchlaufe Windows 7 den üblichen Entwicklungsprozess: Der Beta-Version gingen vier Milestones voraus, mittlerweile sei der dritte fertig. Für das Frühjahr 2009 rechnet der Microsoft-Manager mit der ersten Beta, die bereits alle Funktionen des endgültigen Betriebssystems enthält. Diese werde den Entwicklern und der Öffentlichkeit bereitgestellt. Den Verkaufsstart von Windows 7 plant Microsoft derzeit für das Frühjahr des übernächsten Jahres.

Schweizer Kunden informiert Microsoft an zwei PartnerDays über das kommende Windows 7. Markus Erlacher von der hiesigen Microsoft-Niederlassung zeigt am 31. Oktober in Zürich und am 6. November in Luzern die aktuelle Vorversion des Betriebssystems. Daneben werden neue Serverlösungen erstmals öffentlich präsentiert, die Microsoft für kleine und mittlere Unternehmen entwickelt hat.



  


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