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Windows 8 passt sich den Displays an

Microsoft will mit Windows 8 auch Tablets erobern. Desktop-PCs, Notebooks, Tablets - das bedeutet auch eine Vielzahl an unterschiedlichen Bildschirmformaten und Display-Auflösungen. Windows 8 soll für alle ein passendes Nutzererlebnis bieten.

blue_quad von Hannes Weber (26.03.2012)

In einem umfangreichen Blog-Eintrag hat sich Microsoft zum Thema Skalierung auf verschiedenen Displays geäussert. Die Kernaussage: Windows 8 soll auf jedem Display, egal wie gross und wie hoch die Bildschirmauflösung, eine gute Falle machen. Dabei hat man sich offensichtlich intensiv Gedanken gemacht, wie man das am besten bewerkstelligt.

Die Metro-Oberfläche von Windows 8 mit seinen Kacheln soll also auf einem 10,1-Zoll-Tablet mit einer Auflösung von 1366 x 768 genauso übersichtlich sein wie auf einem 27-Zoll-Monitor mit einer Auflösung von 2560 x 1440. Aber genauso muss die Bedienung auch auf einem 10,1-Zoll-Tablet mit einer Auflösung von 2560 x 1440 funktionieren.

Zauberwort Skalierung

Eine Vielzahl an Display-Formaten und -Auflösungen wird von Windows 8 unterstützt (Bild: Microsoft)vergrößenEine Vielzahl an Display-Formaten und -Auflösungen wird von Windows 8 unterstützt (Bild: Microsoft) Das Zauberwort heisst Skalierung. Das Problem: Je höher die Pixeldichte eines Bildschirms (also je höher die Auflösung im Verhältnis zur Bildschirmgrösse), desto kleiner sind die angezeigten Inhalte. Hier bedient sich Microsoft eines einfachen Kniffs. Während auf Bildschirmen mit einer gewöhnlichen Pixeldichte, beispielsweise auf durchschnittlichen PC-Monitoren, quasi die Originalanzeige zu sehen ist, wird diese auf Displays mit sehr hoher Pixeldichte hochskaliert.

Auf HD-Tablets etwa, also auf kompakten Tablets mit einer Auflösung von 1920 x 1080, wird die Oberfläche automatisch um 40 Prozent vergrössert. Auf Tablets mit einer vierfachen XGA-Auflösung (2560 x 1440) wird die Oberfläche gar um 80 Prozent vergrössert. So ist gewährleistet, dass man nicht mit der Lupe nach dem richtigen Menüpunkt suchen muss. Den gleichen Trick hat übrigens auch Apple beim neuen iPad angewendet – hier wurden die Inhalte gegenüber dem iPad 2 einfach doppelt so gross gemacht, weil auch die Bildschirmauflösung verdoppelt wurde.

Skalierung bei Apps

Die Snap-Funktion von Windows 8 beansprucht einen Teil des DisplaysvergrößenDie Snap-Funktion von Windows 8 beansprucht einen Teil des Displays Ein anderes wichtiges Thema, wenn es um Auflösungen geht, sind Apps. Für Metro-Apps schreibt Microsoft eine Mindestauflösung von 1024 x 768 Bildpunkten vor. Die Mindestauflösung für Windows-8-Geräte beträgt aber 1366 x 768. Wieso das? Der Grund liegt in der Snap-Funktion von Windows 8. In der Metro-Ansicht kann man, während eine Anwendung geöffnet ist, eine zweite Anwendung am linken Bildrand einblenden – dieser «snap» ist aber immer genau 320 Pixel breit. Zusammen mit den 1024 Pixeln der Haupt-App kommt man dann eben (fast) auf die 1366 Pixel.

Damit App-Entwickler sicherstellen können, dass ihre Apps auf allen möglichen Displays gut aussehen und darüber hinaus auch vom vorhandenen Platz Gebrauch machen, setzt Microsoft auf XAML- und CSS3-Code, um eine flexible Programmierung zu ermöglichen. Apps sollen dadurch auf grösseren Bildschirmen mehr Inhalte darstellen können als auf kleinen, um das Plus an Bildfläche optimal auszunutzen. Bei Apps, wo das nicht gewünscht ist (beispielsweise Games), wird hingegen der Inhalt bei hohen Auflösungen – analog zur Windows-Oberfläche – einfach hochskaliert.



     


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