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Windows 8: Mozilla will kein IE-Monopol

In einem Blog-Eintrag kritisiert Mozilla die Entscheidung von Microsoft, in Windows 8 für ARM-Geräte keine Alternativen zum Internet Explorer zulassen zu wollen.

blue_quad von IDG . (10.05.2012)

Mozilla befürchtet mit der Veröffentlichung von Windows RT - der Windows-8-Version für ARM-Geräte - die Rückkehr in ein dunkles Zeitalter, in dem Anwender und Entwickler keine Auswahl mehr zwischen mehreren Browsern haben. «Windows on ARM User brauchen auch eine Browser-Auswahl», heisst die Überschrift des Blog-Eintrags, in dem Mozillas Leiter der Rechtsabteilung, Harvey Anderson, zunächst einen Rückblick auf den Browser-Markt für Windows in den frühen 2000er-Jahren gibt, in denen der Internet Explorer ein Monopol hatte. Anschliessend hatten von 2005 bis 2009 nur der Internet Explorer und Firefox hohe Marktanteile auf dem Windows-Browser-Markt, ehe Google den Chrome-Browser veröffentlichte und damit auch die Browser-Auswahl erhöhte.

Microsoft bedroht die Browserfreiheit mit Windows 8 für ARMvergrößenMicrosoft bedroht die Browserfreiheit mit Windows 8 für ARM Bei Windows RT kritisiert Mozilla, dass nach bisherigen Erkenntnissen nur der Internet Explorer in der sogenannten Windows-Classic-Oberfläche laufen darf und andere Browser nur als Metro-Apps veröffentlicht werden dürfen, welche die neue Kacheloberfläche nutzen müssen. Das würde bedeuten, so Mozilla, dass die Anwender nur den Internet Explorer verwenden dürfen, wenn sie von der Windows-Desktop-Plattform gewohnte Aufgaben auf dem Browser erledigen wollen. «Wenn der Internet Explorer in Windows auf ARM laufen kann, dann gibt es keinerlei technischen Grund dafür anzunehmen, dass andere Browser dies nicht auch könnten», kritisiert Mozilla.

Mozilla weist darauf hin, dass die ARM-Plattform zwar derzeit vor allem für Smartphones und Tablets interessant ist, aber mit der Veröffentlichung von Windows 8 auch für die PC-Hardware-Plattform relevant werde. Und auch dieser Bereich würde davon profitieren, wenn es eine grössere Auswahl an Browsern gäbe, die miteinander konkurrieren und durch den Wettbewerb positiv beeinflusst werden.

Microsoft wird dazu aufgefordert, seinen Prinzip treu zu bleiben, den Usern eine Auswahl zu geben und Mozilla verweist auch auf die Entscheidungen der Wettbewerbshüter. Wenn Windows on Arm, so Anderson, nur einfach eine andere Version von Windows für eine andere Hardware sei, dann dürfe Microsoft weder gegen die von der EU geforderte Browser-Auswahl noch gegen die vom US-Justizministerium geforderten Auflagen verstossen. «Die Welt benötigt nicht noch ein weiteres geschlossenes, proprietäres Umfeld und Microsoft hat die Chance, weit mehr zu sein», schreibt Anderson.

Auch Google äussert sich kritisch

Mittlerweile hat sich auch Google der Kritik von Mozilla an Microsoft angeschlossen. «Wir begrüssen Innovation im Bereich der Browser (...) und glauben fest daran, dass grossartige Konkurrenten dafür sorgen, dass wir alle härter arbeiten. Letztendlich profitieren alle Endanwender und Entwickler von einer stabilen Konkurrenz», lässt Google mitteilen.



     


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