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B2G: Einblicke in das Mozilla-Betriebssystem

Mozilla plant offenbar, sein eigenes mobiles Betriebssystem «Boot2Gecko» am Mobile World Congress vorzustellen. Ein Techblog hat sich das Open-Source-Projekt schon mal angeschaut.

von Hannes Weber 17.02.2012

Wie arstechnica berichtet, will Mozilla eine erste lauffähige Version seines mobilen Betriebssystems Boot2Gecko (B2G) am Mobile World Congress Ende Februar präsentieren. Die Vorbereitungen dazu würden gerade laufen. Mozilla, die Macher des populären Firefox-Browsers, haben im Sommer 2011 mit der Entwicklung von Boot2Gecko begonnen. Das mobile Betriebssystem basiert technisch auf einem Linuxkernel. Wie arstechnica schreibt, finden sich auch Elemente aus Android in Boot2Gecko wieder. Dies primär aus dem Grund, dass Boot2Gecko später auch auf Android-Hardware laufen wird. So sei es derzeit bereits möglich, eine funktionierende Version von Boot2Gecko auf einem Samsung Galaxy S II zum Laufen zu bringen.

«Gaia» läuft im Webbrowser

Der Lockscreen der Gaia-Oberfläche von Boot2Gecko, hier im Mozilla Firefox Der Lockscreen der Gaia-Oberfläche von Boot2Gecko, hier im Mozilla Firefox Zoom Die Nutzeroberfläche von Boot2Gecko läuft auf Mozillas Gecko-Engine, jener HTML-Engine, die auch im Firefox-Browser läuft. Daher kommt auch der Name des Betriebssystems. Die Nutzeroberfläche hört auf den Namen Gaia und basiert komplett auf den Webtechnologien HTML und Java Script. Aus diesem Grund ist es möglich, Gaia in einem Webbrowser, etwa im Firefox, auszutesten. Genau das hat arstechnica mit der aktuellen Version des Open-Source-Projekts und dem Firefox gemacht und liefert dadurch erste Einblicke in die Nutzeroberfläche von Boot2Gecko.

Die Screenshots zeigen etwa den Lockscreen des Systems, der Datum und Uhrzeit anzeigt. Auch der Homescreen ist zu sehen, der verschiedene Verknüpfungen zu Programmen bereithält. Ebenso ist die aus Android bekannte Benachrichtigungsleiste am oberen Bildschirmrand zu sehen.

Auch Apps sind webbasiert

Der Homescreen resp. das Menü von Boot2Gecko Der Homescreen resp. das Menü von Boot2Gecko Zoom Das Besondere an Boot2Gecko: Nicht nur die Oberfläche des Betriebssystems besteht komplett aus HTML und Java Script, auch die Anwendungen sind vollständig webbasiert. Entsprechend konnte arstechnica auch einige Anwendungen wie Google Maps bereits ausprobieren.

Eine fertige Version von Mozillas Boot2Gecko könnte laut der offiziellen Roadmap bereits im zweiten Quartal 2012 vorliegen. Dereinst könnte das Open-Source-System für Hardware-Hersteller eine interessante Alternative zu Googles Android werden. Und dass die Zukunft von mobilen Anwendungen im Web liegt, ist angesichts von HTML5 ohnehin unbestritten.


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