Im Test: Windows Lumia 950 mit Display Dock

Mit dem Lumia 950 unternimmt Microsoft einen neuerlichen Versuch, Boden gegenüber Android und iOS gutzumachen. Wie das gelingt, hat PCtipp für Sie untersucht.

von Florian Bodoky 15.12.2015

Unboxing und Inbetriebnahme

Beim ersten Anfassen macht das Lumia einen guten Eindruck. Das Gerät fühlt sich wertig an, Display und Rückseite sind griffig und liegen gut in der Hand. Die Rückseite, obwohl aus Plastik, ist hart, lässt sich also nicht «eindrücken» und macht auch keine plastiktypischen Knarzgeräusche. Die entfernbare Rückverschalung sitzt fest auf dem Gerät – eine Feststellung, die sich beim Versuch ergab, diese zwecks Einsetzen der SIM-Karte zu entfernen. Einmal vom Gerät abgenommen, lässt sich die «plasticness» aber deutlich erfühlen. 

Die Rückseite wird von der Kameralinse dominiert Die Rückseite wird von der Kameralinse dominiert Zoom© Microsoft

Auf der Rückseite des Geräts dominiert die Zeisslinse der 20-Mpx-Kamera, die von einem metallenen, sich farblich abhebenden Ring umgeben ist. Ansonsten prangen auf der Rückseite der LED-Blitz und das Microsoft-Logo. Seitlich finden sich eine Lautstärkewippe und zwei Tasten für Kameraauslöser und On/Off-Funktion. 

Für die SIM- und die ergänzende SD-Speicherkarte gibt es eine Schublade mit Federung, die beim Eindrücken der Karten diese wahlweise einsetzt oder wieder auswirft. Dazu muss vorgängig der 3000-mAh-Akku entfernt werden. 

Nach dem Einschalten erfolgt das bekannte Setup ohne grössere Überraschungen. Auch beim Home-Display bleibt Microsoft der Kacheloptik treu: vertikal scrollen und punkto Position und Grösse stufenverstellbar. Diesbezüglich wurde beim Tester die Erwartung an eine grössere Überarbeitung des Menüs – etwa das Verteilen von Apps über mehrere Displayseiten – enttäuscht. 

Performance, Display, Kamera

Es gibt nichts zu diskutieren: Das Lumia 950 ist ein Powerhouse. 3 Gigabyte Arbeitsspeicher, ein Hexa-Core-Prozessor mit 1,8 GHz Taktfrequenz und eine maximale Auflösung von 2560 x 1440 Pixeln (WQHD) sprechen für sich. Der Speicher von 32 Gigabyte kann mit SD-Karte auf bis zu 256 Gigabyte erweitert werden. Eine Pixeldichte von 564 ppi sorgt für sehr sanfte, fein gerasterte Farben. Auch das angekündigte «Sonnen-Einfalls-Feature» funktioniert gut – auch bei direktem Sonneneinfall ist das Display immer noch gut lesbar.

Das Display besteht den Licht-Einstrahlungs-Test Das Display besteht den Licht-Einstrahlungs-Test Zoom© Microsoft

Die Kamera, am Beispielbild zu sehen, enttäuscht ebenfalls nicht. Ein satter, klarer Farbton ohne grosse Nachbearbeitung durch das Gerät. Dank ganzer drei LED-Lichter auf der Rückseite ist auch in der Dunkelheit eine hohe Bildqualität möglich. 

Die bereits erwähnte Hardware macht sich im Performance-Test bemerkbar: Mit AnTuTu-Benchmark getestet, erreicht das Lumia rund 48'000 Punkte. Was wie eine mittelmässige Punktzahl aussieht, muss relativiert werden, denn ein Direktvergleich mit mobilen Betriebssystemen wie Android ist so nicht möglich. 

Der Akku erzielt durchschnittliche Leistungen. Knapp 9 Stunden hält der Akku mit durchschnittlichen Einstellungen durch. Da hatte man sich mehr erhofft. Zudem erhitzt sich die Rückseite des Geräts bei intensiver Nutzung. Im Rahmen dieses Tests wurde darüber hinaus festgestellt, dass beim Telefonieren ein metallischer Hall die Gesprächsqualität beeinträchtigt.

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    Kommentare

    • ewo-oftringen 15.12.2015, 13.48 Uhr

      Im Gegensatz zum PC-Tipp Redaktor finde ich das Gehäuse des Lumia 950 haptisch nicht sehr attraktiv. Ich habe mir schon ein Mozo Flip Case Cover bestellt. Was die Akkuleistung anbelangt, kann ich die 9 Stunden absolut nicht nachvollziehen. Ich habe heute um 12.30 mein Lumia nach 3 Tagen und 2 Stunden ans Netz gehängt! Während dieser Dauer habe ich telefoniert (2 mal), x Whatsapp geschrieben und ein paar Fotos geschossen...nebenbei natürlich noch Mails und sonstige News gelesen. Was will man meh[...]

    • hpe05 15.12.2015, 15.20 Uhr

      Mal abgesehen von den wenigen brauchbaren Apps: Der Kalender ist unbrauchbar, die Tastatur ebenfalls. Friemelzeugs, für meine Männerfinger schlicht ungeeignet. Alternative Tastaturen (mit Navigationspfeilen, wie bei Android) gibt es nicht, weil Windows das wohl nicht zulässt. Kalender Apps gibts wenig, was wirklich etwas taugt. Die SD-Karte ist bei den Windowsgeräten ein schickes Feature - nur kann man die meisten Apps und mehr nicht darauf verschieben. Alles in allem - mag man das Betrie[...]

    • Vanta 15.12.2015, 18.20 Uhr

      @hpe05: Gerade die Tastatur ist etwas vom besten was man heute auf Smartphones kriegen kann. Seit Windows 10 ist sie auch noch in der Grösse einstellbar, also auch für Wurstfinger geeignet. Und der Pointer zur Steuerung des Cursors ist ebenfalls nützlich. Aber gut, jeder hat halt so seine Präferenzen und Gewohnheiten.

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