Microsofts Patch-Tuesday ist Geschichte

Mit der Einführung von Windows 10 wird sich Microsoft vom Patch-Tuesday verabschieden. Redmond plant eine neue Art, die Patches auszuliefern.

von Florian Bodoky 06.05.2015

Anstatt jeden Dienstag, oder an einem anderen bestimmten Tag, den Windows-Anwendern ihre Patches zu präsentieren, sollen diese nun Kundengerecht ausgeliefert werden. Der entscheidende Vorteil liegt darin, dass Microsoft so ad-hoc auf allfällige Fehler oder Sicherheitslücken reagieren könne. 

Updatemodell für Unternehmen

Vor allem Systemadministratoren sollen zukünftig mehr Freiheiten erhalten, wenn es um Windows-Updates geht. Sie sollen beispielsweise selber ein Zeitfenster definieren können, wann welche Art von Updates in Ihre Systeme eingespielt werden dürfen.

Auch sollen die einzelnen Clients bestimmt werden können, auf denen die Updates installiert werden. Erscheint einem Admin ein Update als nicht stabil, können unverzichtbare Clients vom Rollout der Patches ausgenommen werden. Nach einem Funktionstest auf den anderen Geräten, kann das Update dann nachgeholt werden. Diese Funktion ist auch in der bereits verfügbaren Beta-Version von Windows 10 implementiert. 

Dieses «Individual-Patching» soll auch bei privaten Benutzern Anwendung finden. Allerdings behält sich Microsoft vor, vom altgedienten Patch-Tuesday bei Systemrelevanten Patches weiterhin Gebrauch zu machen.


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