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Mit BlackBerry 10 wird alles anders

Research in Motion (RIM) hat das nächste Betriebssystem für seine BlackBerry-Smartphones und erste Geräte-Prototypen gezeigt. Beide brechen mit Althergebrachtem.

von Jens Stark 02.05.2012

Der Prototyp segelt derzeit noch unter der Bezeichnung BlackBerry 10 Dev Alpha und sieht im Grunde genommen aus wie ein grösseres, älteres iPhone. Tasten weist das Gerät keine mehr auf. Es ist vom Funktionsumfang auch noch recht limitiert, so besitzt es noch kein Mobilfunkempfangsteil. Trotzdem soll der Prototyp Entwicklern aufzeigen, wohin die Reise geht.

RIM-CEO Thorsten Heins präsentierte eine Alpha-Version der nächsten BlackBerry-Generation RIM-CEO Thorsten Heins präsentierte eine Alpha-Version der nächsten BlackBerry-Generation Zoom Der seit drei Monaten amtierende RIM-CEO Thorsten Heins bezeichnete das Smartphone als Paradigmenwechsel. Von der Funktionsweise her werde BlackBerry 10 sich dem Anwender anpassen, meinte er bei der Demonstrationen des «neuen Computing-Modells».

Die Bedienung ist denn auch recht intuitiv aufgebaut. So wechselt man zwischen den Apps durch eine Wischbewegung, wobei man wie beim Umblättern von Seiten eine Zeitlang beide Applikationen zu Gesicht bekommt. Daneben bastelt RIM offensichtlich an einigen interessanten Features. So macht der nächste BlackBerry keine herkömmlichen Fotos mehr, sondern zeichnet beim Betätigen des Auslösers (dem ganzen Bildschirm) einen Minifilm auf. Dadurch lässt sich nachträglich auswählen, wann das Lächeln und der Gesichtsausdruck des Fotografierten optimal ist.

Die erste Reaktion der während der Präsentation anwesenden Entwickler war durchwegs positiv. Die Befragten nahmen dabei öfter einmal das Wörtchen «cool» in den Mund, einen Ausdruck, der dem BlackBerry-Hersteller in letzter Zeit eher selten zu Ohren gekommen sein dürfte

Allerdings gibt es für RIM auch noch einiges zu tun. Eine Beta-Version des BlackBerry 10 darf nicht vor Ende Jahr erwartet werden.

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    Kommentare

    • atom 02.05.2012, 13.51 Uhr

      RIM leidet etwas an einer Microsoft/Nokia-Blindheit:Zuerst alle Entwicklungen auf dem Mobilmarkt (iPhone, Android) lässig mit etwas Überheblichkeit ignorieren. Dann Jahre später (zu spät) alles über den Haufen werfen und mit einem komplett neuen System versuchen, wieder Fuss zu fassen.Wenn schon Microsoft mit Windows Phone Mühe hat, wie wird es erst RIM mit BlackBerry 10 gehen, welches ähnlich wie WP so gar nicht kompatibel zu den Vorgängerversion ist?Und die Vorteile der Blackberry-Dienste sind[...]

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