Windows 10 hilft beim Sparen von Speicherplatz

Windows 10 wird sich aus komprimierten Systemdateien wiederherstellen lassen. Ausserdem setzt das nächste Windows auf eine beschleunigte Update-Technik.

von Simon Gröflin 16.03.2015 (Letztes Update: 17.03.2015)

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Microsoft wird beim kommenden Windows 10 auf Kompressionstechnik setzen, um den Speicherplatz auf allen Plattformen drastisch zu optimieren. Laut Blog von Microsoft wird das Betriebssystem dadurch deutlich weniger Speicherplatz belegen. Ausserdem wird Windows 10 nicht mehr nur Updates von den Update-Servern beziehen. 

Kein Recovery Image mehr erforderlich

Durch einen neuen Kompressionsalgorithmus, der bei Systemdateien zur Anwendung gelangt, beansprucht das Betriebssystem auf einer 64-Bit-Umgebung 2,6 GB weniger, auf einem 32-Bit-System 1,5 GB weniger Speicher. Diese Komprimierungstechnik will Microsoft auch in Windows 10 für Smartphones integrieren. Es kommt aber noch besser: Auf mobilen Rechnern wird zur Neuinstallation keine Wiederherstellungspartition mehr erforderlich sein. Auch hier greift Windows auf bereits verwendete Systemdateien zurück, womit sich das langatmige Einspielen von Security Patches bei einer Neuinstallation in Zukunft erübrigt. Bislang beanspruchte eine solche Backup-Lösung 4 bis 12 GB Speicher. Nutzern wird es dadurch möglich sein, ein komplettes System-Backup auf USB-Stick oder DVD zu erstellen.

Schnellere Updates mit Peer-to-Peer-Technik

Wie «The Verge» und «Neowin» einer neuen Build der technischen Vorschauversion von Windows 10 entnehmen, wird das kommende Betriebssystem nicht mehr nur über Update-Server Systemaktualisierungen einholen. Einigen Testern ist aufgefallen, dass man die Updates für Apps und Betriebssystem auch aus anderen Quellen beziehen kann. Das können sowohl Rechner im privaten Netzwerk als auch Computer im Internet sein, die sich die Dateien herunterladen.

Die versteckte Update-Funktion ist ziemlich offensichtlich. Noch ungewiss bleibt, wie das in der finalen Version umgesetzt wird Die versteckte Update-Funktion ist ziemlich offensichtlich. Noch ungewiss bleibt, wie das in der finalen Version umgesetzt wird Zoom© Neowin.net

Konkret setzt Microsoft auf eine von Tauschbörsen bekannte Peer-to-Peer-Technik. Das bedeutet, dass jeder Rechner Ressourcen anbietet. Die Daten sind dabei in der Regel auf viele Rechner verteilt, sodass jeder Rechner Teil eines solchen Netzwerks werden kann.

Interessant für Unternehmen

Nach Angaben von Neowin ist der Punkt tief in den Einstellungen versteckt. Interessant ist die P2P-Technik sicher für kleine und grössere Unternehmen, die sich mit den geteilten Ressourcen die Update-Vorgänge beschleunigen.

Microsoft dürfte es dabei vor allem darum gehen, die Update-Server zu entlasten. Bleibt zu hoffen, dass der Anwender das künftig auch mitbestimmen kann und nicht unerwartet mit einem gedrosselten Upload-Speed leben muss.

Noch keine Lebenszeichen von «Spartan»

Laut «The Verge» soll die aktuelle Build-Version 10036 mit Ausnahme eines nun transparenten Startmenüs keine markanten Neuerungen beinhalten. Auch vom neuen Microsoft-Browser «Spartan» ist nach wie vor nicht die Rede. Dieser dürfte sich wohl demnächst in einer weiteren Update-Version zeigen.


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