News 29.01.2013, 10:47 Uhr

Windows 8: Microsoft weist Kritik zurück

Das Klima zwischen Microsoft und dessen Hardware-Partnern bleibt gestört. Nachdem immer mehr PC- und Notebook-Produzenten Windows 8 kritisieren, schlägt Microsoft jetzt zurück.
Jim Wong, der Chef des taiwanischen PC-Herstellers Acer, hatte zuletzt Windows 8 als «zu kompliziert» bezeichnet und damit Microsoft ziemlich heftig abgewatscht. Doch Microsoft zufolge sind die PC-Hersteller selbst schuld, wenn sie kaum Windows-8-Rechner verkaufen. Denn die Hardware-Produzenten hätten Microsofts Empfehlungen für die richtige Windows-8-Hardware einfach ignoriert. Das schreibt das englischsprachige IT-Nachrichtenmagazin The Register.
Microsoft habe seinen Hardware-Partnern empfohlen, leistungsstarke Touchscreen-Tablets mit Windows 8 zu bauen. Doch die Hersteller setzten überwiegend auf klassische Desktop-PCs und Notebooks ohne Touchscreen-Funktionalität. Diese wären im Weihnachtsgeschäft aber wie Blei in den Regalen liegen geblieben.
Dickköpfe unter sich
Die Hardware-Hersteller lassen sich diese Kritik natürlich nicht gefallen. Und keifen zurück: Hätte man auf die Empfehlungen von Microsoft gehört, dann sässe man jetzt auf einem Berg sehr teurer Highend-Hardware, die niemand kaufen will und welche die Kunden nicht einmal verstehen würden (dass es bei Windows 8 mit dem Verstehen hapert, hatte ja auch der Acer-Chef kritisiert).
Im Februar soll aber alles anders werden, dann nimmt Microsoft einen neuen Anlauf mit Windows 8. Und bringt die ersten Surface-Pro-Tablets mit Windows 8 in den Verkauf. Am 9. Februar beginnt der Verkauf von Surface-Tablets mit Intel-Prozessoren und Windows 8 in den USA und in Kanada. Dann wird sich zeigen, ob die jahrzehntealte Wintel-Allianz doch noch einmal Erfolg hat. Oder ob Intel-Prozessoren und Windows-Betriebssystem langsam zum Auslaufmodell werden.
Ab dem 14. Februar können Surface-Geräte mit Windows RT endlich auch in der Schweiz erworben werden. Die Kundennachfrage nach Windows RT-Surface-Tablets ist aber, von bisherigen weltweiten Verkaufsmeldungen ausgehend, überschaubar.



Kommentare
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Kovu
30.01.2013
Wieso ausgerechnet Mint? Mit anderen Distros stehst du nicht schlechter da. Und ja, Microsoft schiesst Windows mit dieser Taktik länger je mehr ins Abseits. Mag sein dass sich Win8 auf Tablets gut macht (war ja lange die Schwäche von Microsoft), aber ein Desktop-System/Laptop sollte halt doch eher auf Produktivität ausgelegt sein als auf Konsum. Wer nicht mit dem PC 'arbeiten' will kauft sich wohl ohnehin eher ein Tablet, ist sein gutes recht, aber ich brauch die Usability eines Systems für mich doch nicht einschränken lassen nur weil das derzeit der Trend ist?

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Nebuk
30.01.2013
Wo bist oder wirst du mit Windows 8 nun eingeschränkt(er)?

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Kovu
30.01.2013
Durch Metro und dessen Apps. (Ja, ich weiss dass sich Metro umgehen lässt. Trotzdem passt es nicht auf einen Rechner wo man Produktiv arbeiten können sollte - und es mutet eher mühsam an dass ich mich zuerst mit dieser Oberfläche abgeben und sie dann entfernen muss, bis mich Windows endlich arbeiten lässt. Auch der Wechsel zwischen Metro-Apps und Desktop Anwendungen fühlt sich recht unpraktisch und verwirrend an)

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Nebuk
30.01.2013
Ich benutze Windows 8 ohne irgendwelche Anpassungen von 3rd Party Tools seit etwa Weihnachten. Metro-Apps habe ich bisher noch nicht installiert da ich sie nicht brauche und ich keine Lust habe alle Programme in Vollansicht zu nutzen. Normale Programme können wie mit Windows 7 gewohnt installiert und genutzt werden. Du wirst also nicht gezwungen Metro-Apps zu installieren und zu benützen. Das Metro-Startmenü ist reine Gewohnheit. Mir gefällt das neue Startmenü besser. Es ist angenehmer zu bedienen, man kann es ordnen und es ist übersichtlicher als das alte.

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Kovu
30.01.2013
Ich war noch nie ein Fan des Startmenüs von Vista an aufwärts, aber es war immerhin viel flinker als Metro. Die ganze Scrollerei und Versteckerei in Metro ist einfach nur mühsam wenn man einen schnellen Zugriff auf ein Programm haben will. Perfekt gelöst ist die Sache unter Linux mit KDE, finde ich (naja, dort gestaltet man ja ohnehin individuell, aber trotzdem)... es geht nichts über ein wohl geordnetes, mit einem Klick von überall aus erreichbares Menü nach eigenem Geschmack ;) (ausser eine Kommandozeile und symlinks :P ) (Ich möchte hier aber keineswegs Linux schönreden - auch dort gibt es Distros die mir überhaupt nicht in den Kram passen - wie beispielsweise Ubuntu. Oder wer möchte schon Android auf dem Desktop betreiben? Es gibt eben für jedes Bedienkonzept das passende und das unpassende Gerät... und Metro hat auf nem Desktop-System einfach nichts verloren...)

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ipool
30.01.2013
Wieso ausgerechnet Mint? Recht hast du. Es gibt natürlich viele sehr gute Linux Distris. Wollte bloss nicht, dass eben mit Ubuntu verglichen wird, weil da eben der selbe Fehler gamacht wurde. Warum nun Microsoft den selben Fehler machen muss ist mir schleierhaft. Wo bist oder wirst du mit Windows 8 nun eingeschränkt(er)? Eingeschränkter vielleicht nicht, was die Möglichkeiten betrifft, jedoch ist es schon eine aufgedrückte Bedienung, welche offensichtlich die meissten nicht wirklich verstehen und wollen. (eben wie bei Ubuntu) Viele, bis anhin einfache Dinge, werden plötzlich kompliziert und umständlich. Nur so ein kleines Video: https://www.youtube.com/watch?v=1ujmDrcKWo8

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POGO 1104
04.02.2013
Ich suche einen neue Laptop. die Läden haben aber meist nur noch solche mit Win 8....Im Versandhandel sind teilweise noch Business-Notebooks mit Windows 7 Professional erhältlich. Und sonst, wenn du ein Notebook mit Win8 Pro kaufst, hast du automatisch Downgraderecht auf Windows 7 Professional (oder noch tiefer). Bedingung ist aber, dass du ein Windows 7 Pro OEM Installationsmedium hast mit zugehörigem Key. Der Key darf dabei schonmal verwendet worden sein. Gruss, o.s.t.

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Kovu
05.02.2013
So spezifisch wie deine Wünsche sind drängt sich schon bald mal Linux auf, da Du dieses so zurechtbiegen kannst wie Du möchtest ;)

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Kovu
06.02.2013
Ubuntu wäre auch nicht was ich empfehlen würde. Ich nutze privat und beruflich Suse/OpenSuse und bin sehr zufrieden damit, bzw, es wäre nicht mal mehr wegzudenken. Ausserdem würdest Du dich bei einem Wechsel ohnehin erst damit auseinandersetzen müssen, bevor Du eine Aussage machen kannst. Tatsache ist jedenfalls dass du NUR unter Linux die Freiheit besitzt, ein System nach deinem Geschmack aufzusetzen, und dieses so auch nachhaltig nutzen zu können. Überall sonst wirst Du dich den Launen der Entwickler/Publisher unterwerfen müssen.

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Kovu
07.02.2013
Das hat nichts mit Abschweifen zu tun - es ist lediglich ein Vorschlag wie man die von dir genannten Probleme umgehen kann. Ausserdem ist Ubuntu (zumindest aus meiner Sicht) der denkbar schlechteste Einstieg in die Linux-Welt.