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Orange könnte an Cablecom verkaufen

Sollten sich Orange und Sunrise nicht zusammenschliessen dürfen, könnte Orange ihr Netz gemäss ComCom-Chef Marc Furrer an Cablecom verkaufen. Die Behörden wollen zeitnah entscheiden.

blue_quad von Reto Vogt (25.03.2010)

vergrößen Sobald die Wettbewerbskommission der anstehenden Fusion von Orange und Sunrise zugestimmt hat, muss die Kommunikationskommission ComCom den Zusammenschluss auch noch abnicken. Beide Entscheide sollen möglichst zeitgleich gefällt werden, wie ComCom-Präsident Marc Furrer gegenüber der Finanznachrichtenagentur AWP sagte. Dies hänge aber auch von den Gesuchstellern ab, so Furrer. «Orange und Sunrise müssen darlegen, wie sie ihr Netz zusammenlegen wollen». Eine weitere Voraussetzung: Beide Anbieter müssen laut Furrer genügend Frequenzen freiräumen, die ein neuer Interessent übernehmen könnte.

Wie PCtipp berichtete, erwägt Orange einen Rückzug aus der Schweiz, falls der Firma der Zusammenschluss verwehrt wird. Furrer nahm dazu gegenüber AWP ebenfalls Stellung: «In diesem Fall gäbe es eigentlich nur noch die Möglichkeit, das Netz an Cablecom zu verkaufen.» Ob diese das wolle oder das Geld dazu habe, wisse er allerdings nicht. Auch für Sunrise wäre ein negativer Entscheid schlecht. Ihre Muttergesellschaft TDC habe «die Braut für den Verkauf geschmückt», so Furrer. Potentielle Käufer würden nicht Schlange stehen.

Mögliche Auflagen

Laut Furrer ist es ein schwieriger Entscheid, ob es eine Fusion unter Auflagen wird. «Man sollte nicht den anderen stärken, indem man den einen schwächt». Furrer meint Swisscom und die fusionierte Orange. Die Problematik: Der blaue Riese sei nicht Partei bei diesem Prozess und könne bei den Auflagen dementsprechend nicht einbezogen werden, so Furrer.



  


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