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Was geschieht mit den Megaupload-Daten?

25 Petabyte an Daten des stillgelegten Filesharing-Dienstes Megaupload lagern bei einem US-Filehoster. Dieser will die Daten jetzt loswerden, weil der Unterhalt zu teuer ist.

blue_quad von Hannes Weber (22.03.2012)

Auf den Servern des US-Filehosters Carpathia ist der Grossteil der Daten des vom Netz genommenen Filesharing-Anbieters Megaupload gelagert. In Zahlen: Rund 25 der 28 Petabyte an Daten sind auf den Servern von Carpathia gespeichert. Ein Petabyte entspricht 1000 Terabytes.

Die Megaupload-Daten sind derzeit noch auf Tausenden von Carpathia-Festplatten gespeichertvergrößenDie Megaupload-Daten sind derzeit noch auf Tausenden von Carpathia-Festplatten gespeichert Um diese gewaltige Datenmenge zu speichern, sind bei Carpathia nicht weniger als 1103 Server zuständig. Die Miete dafür ist natürlich nicht gratis. So kostet der Unterhalt der Server nach Angaben des Hosters rund 9000 US-Dollar pro Tag. Offenbar ist Carpathia nicht länger bereit, diesen Betrag aufzubringen. Das Unternehmen will die Server daher an andere Kunden weitervermieten.

Das laufende Gerichtsverfahren gegen Megaupload und deren Betreiber rund um Kim Dotcom soll dabei keine Hürde darstellen. Die Behörden hätten einige Server beschlagnahmt und relevante Daten kopiert. Es besteht daher aus behördlicher Sicht keinen Bedarf mehr an den Daten.

Etwas anders sehen dies natürlich Megaupload-Kunden, die jetzt seit zwei Monaten keinen Zugriff mehr auf ihre dort gespeicherten Daten haben. Auch die US-Gruppierung Electronic Frontier Foundation, die sich für digitale Rechte und Datenschutz einsetzt, will verhindern, dass Carpathia die Daten löscht. Der Hoster argumentiert derweil, dass die Parteien, die den Erhalt der Daten fordern, für die damit verbundenen Kosten aufkommen sollen.

Die US-Filesharing-Seite Megaupload wurde Ende Januar vom FBI vom Netz genommen und die Betreiber rund um den Deutschen Kim Dotcom verhaftet. Dotcom wurde mittlerweile auf Kaution freigelassen, darf sein Grundstück in Neuseeland aber nicht verlassen. Die Vorwürfe gegen Dotcom und Co. lauten auf Urheberrechtsverletzung und Veruntreuung von Geldern.



     


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