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Wikileaks erneut in Geldnot

Die Enthüllungsplattform ist finanziell stark angeschlagen. Um wieder auf die Beine zu kommen, benötigt Wikileaks möglichst bald 1 Million Euro.

blue_quad von IDG . (19.07.2012)

Die Enthüllungsplattform Wikileaks steht kurz vor der Pleite. Um das Blatt noch zu wenden, will Wikileaks Spenden sammeln. Die benötigte Summe belaufe sich auf 1 Million Euro. Schuld an der Not sei die «ungesetzliche Bankblockade der US-Finanzgiganten Visa und MasterCard». Dadurch würden 95 Prozent der Spenden blockiert werden. Es entstünde ein Schaden von 20 Millionen US-Dollar. Die Wau Holland Transparency Reports hätten errechnet, dass wegen der Blockade 2011 nur 21 Prozent der Kosten von Wikileaks durch Spenden gedeckt wurden.

Wikileaks geht das Geld ausvergrößenWikileaks geht das Geld aus Habe man Ende 2010 noch über 800'000 Euro Reserven bei Wikileaks verfügt, sollen es Ende letzten Monats nicht einmal mehr 100'000 Euro gewesen sein. Bei dem derzeitigen Trend sei man in wenigen Monaten Pleite. Um weitermachen zu können, müsse man 1 Million Euro sammeln – am besten sofort.

Aus diesem Grund starte Wikileaks eine neue Möglichkeit, der Plattform Spenden zukommen zu lassen. Der französische Fonds de Défense de la Net Neutralité will ein Spenden-Gateway über den Finanzdienstleister Carte Bleu einrichten. Carte Bleu ist im Visa-Verbund. Wikileaks ruft alle Spender zum Handeln auf, bevor der neue Spendenkanal wieder geschlossen wird. Julian Assange gibt sich kampfeslustig: «Lasst sie den Kanal schliessen. Lasst sie der Welt noch einmal demonstrieren, wie korrupt ihre Beziehung zu Washington ist. Wir warten. Unsere Anwälte warten.»

Schon im Oktober 2011 zeichnete sich das Problem der leeren Kassen deutlich ab. Wikileaks veröffentlichte damals vorerst keine Dokumente mehr und befasste sich nur noch mit der Aufbesserung der Kasse. Der Plan von Wikileaks lautete damals, gerichtlich gegen die Blockaden vorzugehen. In Island sei ihnen das auch gelungen, berichtet wikileaks.org.



     


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