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Schweizer Erfolgsstory im Silicon Valley

Der ehemalige Schweizer Snowboard-Profi Alain Chuard gründete vor vier Jahren das Social-Media-Marketingsoftwareunternehmen Wildfire Interactive. Seither ist die Firma zum Branchenführer aufgestiegen, nun wurde sie von Google übernommen.

blue_quad von Fabian Vogt (07.08.2012)

Der Schweizer Alain Chuard und seine Partnerin Victoria Ransom haben in Sillicon Valley ein Vermögen gemacht.vergrößenDer Schweizer Alain Chuard und seine Partnerin Victoria Ransom haben in Sillicon Valley ein Vermögen gemacht. 350 Millionen US-Dollar soll Google für Wildfire Interactive ausgegeben haben, berichtet TechCrunch. Daneben soll der Suchmaschinist weitere 100 Millionen US-Dollar für Boni in Aussicht gestellt haben, um sicherzugehen, dass Gründer und Mitarbeiter dem Unternehmen treu bleiben. Der Gründer ist in dem Fall Alan Chuard, ehemaliger Schweizer Profisnowboarder und seit über einem Jahrzehnt in Silicon Valley lebend. Dort hat er zusammen mit seiner Lebenspartnerin Victoria Ransom, die in den vergangenen beiden Jahren zu einer der «25 Women to Watch in Tech» gewählt wurde, 2008 die erste Wildfire Technologie entwickelt. Damals waren sie Inhaber einer Abenteuerreisen-Agentur und wollten eigentlich nur freie Reisen für Fans verlosen. Da merkten sie, dass sie eine App entwickeln müssen, um die Promotion auf Facebook laufen zu lassen.

Aus dem als Nebenprodukt geplanten Softwareprojekt entwickelte sich schnell ein eigenes Geschäft, vier Jahre später zählt Wildfire mit seiner Social-Media-Marketingsoftware über 16'000 Unternehmen zu seinen Kunden, davon 30 der 50 wertvollsten Marken der Welt.

Von der Konkurrenz profitieren

Mittlerweile hat die Firma 400 Mitarbeiter, besitzt Büros in Europa, Amerika und Asien und mit Google seit letzter Woche einen neuen Eigentümer. Der Suchmaschinist will mit Wildfire Software und Service für Kunden anbieten, die beispielsweise Wettbewerbe oder Spiele auf Google+ anbieten wollen. Wildfire wird aber auch weiterhin als Marketing Tool für Facebook funktionieren und damit Google in die schöne Position bringen, Geld mit dem Erfolg seines Rivalen zu verdienen.

Alain Chuard will sein Leben weiterführen wie bisher, wie er «20 Minuten» in einem Interview sagt: «Wir haben nicht vor, unser privates oder berufliches Leben zu verändern. Wildfire wollen wir gemeinsam mit Google weiter vorantreiben.» Wie Chuard das Geld investieren will, weiss er auch bereits: «Eventuell leiste ich mir ein neues Snowboard», so der neuste Silicon-Valley-Star.

 Fabian Vogt 



     


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