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Kodak baut keine Drucker für Private mehr

Um nicht Konkurs zu gehen, hat Kodak beschlossen, ganz auf Firmenkunden zu setzen und das Tintenstrahldruckgeschäft für Private aufzugeben.

blue_quad von Fabian Vogt (02.10.2012)

Das Traditionsunternehmen Kodak musste im Januar Insolvenz anmelden und Gläubigerschutz beantragen. Spätestens, nachdem im Sommer ein überlebenswichtiger Patentstreit verloren ging war klar: Kodak wird nur schwer wieder auf die Beine kommen.

Einer der ehemaligen Verkaufsschlager von Kodak: die InstamaticvergrößenEiner der ehemaligen Verkaufsschlager von Kodak: die Instamatic Doch die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt, und so sagte das Unternehmen in einem Statement, dass man sich von Tintenstrahldruckern für Private verabschiedet. Tintenpatronen für bestehende Kunden sollen aber weiterhin angeboten werden. Generell möchte man sich aber noch mehr auf die Geschäftskunden fokussieren und hofft so, Anfang 2013 im US-Geschäft den Cash Flow deutlich zu erhöhen. «Kodak macht grosse Fortschritte, um sich von Chapter 11 zu lösen», sagt Kodak-Chef Antonio M. Perez. Chapter 11 ist der Name des Insolvenzverfahrens, infolgedessen Kodak einen Kredit in Höhe von 950 Millionen US-Dollar bekam, der voraussichtlich nächstes Jahr zurückgezahlt werden muss.

«Wir haben Massnahmen ergriffen, um unser Kerngeschäft neu zu organisieren, die Kosten zu reduzieren, Unternehmenssparten zu verkaufen und unsere Struktur zu verändern», sagte Perez weiter.

Das Unternehmen hatte bereits angekündigt, die Bereiche Personalized Imaging und Document Imaging loszuwerden, der Tintenstrahldruck war allgemein allerdings eher als Hoffnung für Kodak angesehen worden, die Entscheidung ist daher überraschend.

Daneben hat Kodak kommuniziert, bis Ende Jahr weitere 1200 Arbeitsplätze zu streichen, insgesamt wären das dann 3900 oder 23 Prozent der gesamten Belegschaft. Damit möchte das Traditionsunternehmen 340 Millionen US-Dollar pro Jahr sparen.

 Fabian Vogt 


     


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