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Samsung: keine Displays mehr für Apple?

Nachdem Apple sich bereits nach einem neuen Chip-Hersteller umschaut, will Samsung jetzt auch keine Displays mehr für den Konkurrenten liefern. Update: Samsung dementiert Lieferstopp!

blue_quad von Hannes Weber (23.10.2012)

Update, 14:50 Uhr: Ein Samsung-Sprecher dementierte mittlerweile den Display-Lieferstopp gegenüber Cnet.com. Der Bericht in der Korea Times sei «zu 100 Prozent falsch». Samsung habe nie versucht, Apple den Nachschub an LCD-Panels zu verwehren.

Ursprüngliche Meldung: Vor einer Woche wurde bekannt, dass Apple auf der Suche nach einem neuen Partner für die Herstellung der in iPhones und iPads verbauten ARM-Chips ist. Bislang baute Samsung die Prozessoren für Apple zusammen, doch damit soll nun angesichts des seit Jahren schwelenden Konflikts zwischen den beiden Erzrivalen Schluss sein.

Apple und Samsung werden wohl keine besten Freunde mehrvergrößenApple und Samsung werden wohl keine besten Freunde mehr Wie du mir, so ich dir, dachte sich wohl Samsung. Laut eines Berichts der Korea Times wollen die Südkoreaner in Zukunft auch keine Displays mehr für iPad und Co. liefern. Der Vertrag soll aufgelöst werden, wie Quellen aus der Industrie wissen wollen. Samsung wolle die immer tieferen Preise, die Apple für die Displays bezahlt, nicht mehr hinnehmen, heisst es. Aus diesem Grund wurde die Produktion bereits zurückgefahren, bis 2013 sollen dann gar keine Displays mehr an Apple geliefert werden.

Im ersten Halbjahr 2012 war Samsung mit rund 15 Millionen Displays noch Apples grösster Zulieferer für LCD-Bildschirme. Im dritten Quartal seien aber bereits deutlich weniger Displays geliefert werden, nämlich noch rund 3 Millionen. In die Bresche springen jetzt andere asiatische Hersteller wie LG und Sharp. Für das neue iPad Mini, das wohl am Dienstagabend vorgestellt wird, sollen bereits keine Samsung-Displays mehr verwendet werden.

Das frostige Klima zwischen Apple und Samsung ist unter anderem dem laufenden US-Gerichtsverfahren geschuldet, bei dem Samsung im Sommer zur Zahlung von über 1 Milliarde US-Dollar wegen Patentverletzungen verdonnert wurde. Das letzte Wort ist im Monsterprozess allerdings noch nicht gesprochen.



     


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