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4G und Surfspeed: Wer hat die Nase vorn?

OpenSignal hat seine Resultate zur Leistungsfähigkeit von Schweizer Mobilfunknetzen veröffentlicht. Wo gibts 4G? Wer surft am schnellsten? PCtipp fasst zusammen.

von Luca Perler 22.11.2017 (Letztes Update: 22.11.2017)

In den vergangenen sechs Monaten haben Salt, Sunrise und Swisscom ihre 4G-Netzabdeckung verbessern können. Bei Salt war dabei der grösste Sprung feststellbar – der Anbieter konnte die 4G-Netzabdeckung seines Mobilfunkdienstes von 69,6 auf 78,8 Prozent erhöhen. Bei Sunrise und Swisscom liegt diese aktuell je bei 84 Prozent. Dies geht aus dem aktualisierten Mobilfunkbericht «State of Mobile Networks: Switzerland» von OpenSignal hervor.

Die britische Firma sammelt für ihre Reports Daten zur Leistungsfähigkeit von Mobilfunknetzen und wertet diese anschliessend aus. Dabei verwendet sie Informationen von Nutzerinnen und Nutzern ihrer Smartphone-App, mit der Details zum verwendeten Mobilfunkdienst gemessen werden. Im Mai hatte OpenSignal erstmals seine gesammelten Daten zur Schweiz veröffentlicht. Die aktualisierten Zahlen erlauben nun einen Vergleich zwischen den beiden Momentaufnahmen.

Wer hat wo die Nase vorn? Wer hat wo die Nase vorn? Zoom© Open Signal

Schnelles Surfen bei Sunrise

Punkto Surfgeschwindigkeit hat Sunrise nach wie vor die Nase vorn. Auf dem 4G-Netz des Providers lag die durchschnittliche Download-Rate bei 36,8 Mbit/s, wie es im Report weiter heisst. Im Vergleich zur Auswertung im Frühjahr stieg diese um 4 Prozent an. Bei Salt liegt die durchschnittliche Download-Geschwindigkeit aktuell bei 26 Mbit/s (+ 9 Prozent).

Eine massive Beschleunigung der LTE-Download-Raten stellte OpenSignal bei Swisscom fest. Zwischen den beiden Auswertungen stiegen diese im Schnitt um ganze 40 Prozent an – von 20,7 auf 28,6 Mbit/s. Die Verfasser des Berichts mutmassen, dass eine Aufrüstung der Netzwerkausrüstung ein Grund dafür sein könnte. Wahrscheinlicher sei allerdings, dass die Swisscom auf ihrem Mobilfunknetz einfach den «Hahn aufgedreht» habe. Zuvor drosselte der Telko bei preisgünstigeren Abonnements oder nach dem Verbrauch eines bestimmten Datenvolumens jeweils die Surfgeschwindigkeit. Eine Lockerung dieser Policy würde gemäss OpenSignal den Anstieg bei der Bandbreite erklären.

Daten von mehr als 10'000 Geräten

Die zweite Schweizer Auswertung erstellte OpenSignal anhand der freiwillig zur Verfügung gestellten Nutzungsinformationen von mehr als 10'593 Geräten. Der Datensatz umfasste dabei mehr als 97,8 Millionen Messungen, die schweizweit zwischen dem 1. August und dem 31. Oktober aufgezeichnet wurden. Auswertungen erstellt OpenSignal nebst der Schweiz unter anderem für Grossbritannien, Italien, Australien, Indien, die Niederlande oder die USA.

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