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EU-Wettbewerbshüter kritisieren Google

Für die EU-Wettbewerbshüter ist klar: Googles Suchergebnisse bevorzugen die eigenen Dienste und benachteiligen diejenigen der Konkurrenz. Der Webgigant hat deshalb einige Wochen Zeit, um die Praxis zu ändern. Ansonsten droht Google ein hohes Bussgeld.

von Jens Stark 22.05.2012
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Google bevorzugt seine eigenen Dienste in den Suchresultaten, so der Vorwurf der EU Google bevorzugt seine eigenen Dienste in den Suchresultaten, so der Vorwurf der EU Zoom Wie EU-Wettbewerbskommissar Joaquín Almunia mitteilt, habe man in vier Punkten Antitrust-Vergehen festgestellt. Google wird nun eine Frist von «einigen Wochen» gewährt, um die fraglichen Vorgehensweisen zu ändern. Ansonsten droht dem Suchmaschinisten ein saftiges Bussgeld von maximal zehn Prozent des Jahresumsatzes.

Folgende Punkte bemängelt die EU:

Google bevorzugt Links zu seinen eigenen Branchendiensten, etwa Preisvergleiche von Restaurants. Diese werden höher gewichtet und erscheinen auch in einem anderen Stil, wodurch Surfer dazu verleitet werden, diese eher anzuklicken.

Daneben kopiert Google Inhalte wie etwa Testberichte von Usern von Webseiten der Konkurrenz und zeigt diese auf der eigenen Page an.

Zudem hat Google Partnerseiten daran gehindert, Text-Ads der Konkurrenz anzuzeigen.

Schliesslich hat Google es erschwert, AdWords-Kampagnen auf den Seiten der Konkurrenz übertragen zu können.

Google hat bereits auf die Vorwürfe reagiert. Man schaue sich derzeit die Argumentation der EU an. Während man mit den Schlussfolgerungen der Kommission nicht einverstanden sei, werde man sich einer Diskussion über die Bedenken des Gremiums nicht verweigern, heisst es.

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