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Europa telefoniert jetzt zuschlagsfrei

Die EU hat die Roaming-Gebühren abgeschafft. Ohne Wenn und Aber und ohne zeitliche Beschränkung.

von Florian Bodoky 22.09.2016

Von Spanien nach Estland, von Griechenland nach Belgien – fürs Telefonieren in europäische Länder (und in europäischen Ländern) fallen für EU-Bürger nun keine Zusatzgebühren mehr an. Ab Mitte 2017 müssen nur noch die üblichen Mobilfunkgebühren entrichtet werden.

Zunächst wollte das Gremium die Roaming-freie Zeit auf 90 Tage jährlich beschränken. Diese Idee stiess aber auf heftigen Widerstand seitens verschiedener Konsumentenschützer. EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker wies seine Behörde daraufhin an, diese Pläne zu überarbeiten. Nun werden die Pläne mit der europäischen Regulierungsbehörde Berec, den Telkos und den einzelnen europäischen Staaten besprochen. 

Eine Bedingung fordert EU-Kommissar Andrus Ansip allerdings: Hauptnutzungsort der SIM-Karte müsse das Land sein, in dem sie ausgestellt wurde. Ansonsten befürchte er Missbrauch mit günstigen Abonnements aus Osteuropa. Werde solches festgestellt, sollen seitens des Telkos Zusatzgebühren erhoben werden können.

Der Schweizer Branchen-Leader Swisscom meldete derweil, dass sich die EU-Pläne nicht auf die Preisgestaltung in der Schweiz auswirken werden. 


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