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Jubiläumsgerät iPhone X: Wir blicken zurück

In der Nacht auf heute präsentierte Apple die neuen iPhones, darunter das Jubiläumstelefon iPhone X. Wir wagen einen Blick zurück.

von Florian Bodoky, dpa, Stephan von Voithenberg 13.09.2017

In der Nacht auf heute präsentierte Apple die neusten iPhones. Darunter das iPhone X, das als römisch Zehn verstanden werden soll. 2007 kam nämlich das erste iPhone heraus.

Als der Apple-Chef Steve Jobs im Januar 2007 auf die Bühne der Macworld-Konferenz trat, rechneten die Besucher bereits mit der Premiere eines Smartphones von Apple. Doch zwischenzeitlich sorgte Jobs für Verwirrung im Publikum: «Heute stellen wir Ihnen drei revolutionäre Produkte vor: Das erste ist ein Breitbild-iPod mit Touchscreen. Das zweite ist ein umwälzendes Handy. Und das dritte ist ein neues Internetkommunikationsgerät, das einen echten Durchbruch bedeutet.» Sollten hier tatsächlich drei neue Apple-Geräte angekündigt werden?

Jobs wiederholte diese Aufzählung so oft, bis dem letzten Besucher im Moscone Center in San Francisco dämmerte, was er meinte: «Das sind nicht drei separate Geräte, sondern nur ein einziges. Wir nennen es iPhone.» Apple erfinde das Telefon neu, sagte Jobs. Wie sich herausstellte, erfand Apple viel mehr – einen Weg, wie man einen vollwertigen Computer bequem unterwegs nutzbar machen kann.

Mike Lazaridis, der damalige Co-Chef des Smartphone-Pioniers BlackBerry, sah die Vorführung von Jobs zu Hause in seinem Fitnessraum. Er stieg von seinem Laufband und geriet sofort ins Grübeln. Ein Smartphone, das aus dem Internet Musik, Videos und Landkarten herunterladen kann? «Wie haben sie das gemacht?», fragte sich Lazaridis. Das müsse doch die Mobilfunknetze zusammenbrechen lassen.

Der BlackBerry-Chef konnte sich einfach nicht vorstellen, dass Steve Jobs sich bei der Umsetzung seiner Vision nicht von technischen Beschränkungen ausbremsen liess. Am 29. Juni 2007 wurde er eines Besseren belehrt. Dann ging das erste iPhone über den Ladentisch – gebunden an einen Mobilfunkvertrag des US-Telkos AT&T, der damals noch Cingular hiess. Dieser Telko bot damals gar bereits eine Daten-Flatrate an. Etwas Unbezahlbares. Zwar klagten die ersten iPhone-Besitzer über verstopfte Netze. Kein Wunder, denn das erste Apple-Gerät unterstützte noch nicht einmal den Funkstandard UMTS (3G), sondern musste sich mit EDGE (2,5G) begnügen. Doch Konzept und Design überzeugten die Kundschaft.

Einführung des App Stores

Ein Jahr später legte Apple nach und spendierte dem iPhone eine schnellere 3G-Funkverbindung. Ausserdem führte Jobs den App Store ein, der die Smartphone-Revolution noch einmal deutlich beschleunigen sollte. Mit dem iPhone 3GS 2009 startete das kalifornische Unternehmen dann die Tradition, kleinere Modellveränderungen mit einem angehängten Buchstaben S zu kennzeichnen.

Erst mit dem iPhone 4 wagte Apple 2010 wieder einen grösseren Schritt nach vorn. Das radikal überarbeitete Design überzeugte die Kunden vor allem wegen der Qualitäten des hochauflösenden Bildschirms, führte aber auch zum ersten grösseren iPhone-Skandal, der als «Antennagate» in die Technikgeschichte eingegangen ist. Der Edelstahlrahmen des Smartphones diente nämlich auch als Mobilfunkantenne. Viele Menschen deckten die Antenne beim Telefonieren versehentlich mit der Hand ab, und so konnte sich der Empfang verschlechtern. Jobs stritt in einer eilig einberufenen Pressekonferenz das Problem ab und offerierte den Versand kostenloser Handy-Schutzhüllen an Betroffene.

Heute nun kennen wir die neusten iPhones 8 und X. Wir blicken zurück – in unserer Bildergalerie.

Tags: Apple, iPhone

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