Microsoft kritisiert Antivirenhersteller

Antivirenhersteller sollen zu sehr auf ihr finanzielles Wohl bedacht sein und daher ihr Antivirenökosystem zu wenig auf Trab halten, kritisiert Microsoft.

von Simon Gröflin 18.11.2014

Laut eines Berichts von Heise kritisierte Microsoft anlässlich der AVAR-2014-Konferenz in Sydney die Antivirenhersteller. Es sei immer mehr Malware im Umlauf, wogegen noch kein Mittel gewachsen sei, betonte Dennis Batchelder von Microsoft nach einer Retrospektive zum ersten Malicious Software Removal Tool (MSRT), das die Redmonder vor zehn Jahren auf den Markt brachten.

Konkurrenzkampf statt Kooperation

Der Missstand hängt seiner Meinung nach damit zusammen, dass Antivirenhersteller untereinander oft zu spät Virenmuster neuer Bedrohungen austauschen. Dies, weil sich die Security-Firmen je länger je mehr in einem harten Konkurrenzkampf sähen, statt «Ressourcen sinnvoll zu nutzen». Die Hersteller seien zu sehr auf ihre Umsätze bedacht, räumt Batchelder ein. Dies zeige sich auch daran, dass einige Unternehmen nicht selten eine Menge Software wie Browser-Toolbars mitliefern, die Kunden gar nicht wünschen.

Freemium-Konzept krankt an überladener Werbung

Ein weiteres Indiz der monetären Herstellerziele sei ein Problem mit dem «Freemium»-Modell. Damit gemeint sind Programme, deren Basisprodukte kostenlos sind, während das Vollprodukt kostenpflichtig ist. Gratis-Versionen seien häufig zu überladen mit Werbung, weswegen Kunden gewisse Lösungen lieber deinstallieren und daher ungeschützt bleiben, so Microsoft.

Tags: Microsoft

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