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Microsoft trotz roter Zahlen zufrieden

Für das vierte Quartal des Geschäftsjahres berichtet Microsoft den erwarteten Verlust. Analysten hatten mit einem schlechteren Ergebnis gerechnet, gute Umsätze retteten das Ergebnis.

von Mark Schröder 20.07.2012

Peter Klein ist der erste Finanzchef in der 26-jährigen Börsengeschichte Microsofts, der einen Quartalsverlust berichten muss. Klein hat sich allerdings nicht etwa verkalkuliert. Vielmehr musste er im abgelaufenen Drei-Monats-Zeitraum ein Abschreiber auf die Online-Werbefirma aQuantive in Höhe von 6,2 Milliarden US-Dollar berücksichtigen. Ausserdem waren 540 Millionen US-Dollar für das Upgrade-Programm von Windows 8 zurückzustellen.

CEO Steve Ballmer nährt die Hoffnung auf ein gutes Geschäft mit Windows und Office CEO Steve Ballmer nährt die Hoffnung auf ein gutes Geschäft mit Windows und Office Zoom Aufgrund dieser Faktoren bleibt für das Schlussquartal des Geschäftsjahres 2012 unter dem Strich ein Minus von 492 Millionen US-Dollar. Der Umsatz habe 18,1 Milliarden US-Dollar betragen, nach den Worten von CEO Steve Ballmer ein neuer Rekord. Für das gesamte Finanzjahr berichtet Microsoft einen Rekordumsatz von 73,7 Milliarden US-Dollar und einen operativen Gewinn von 21,8 Milliarden US-Dollar.

Von der Börse war Schlimmeres befürchtet worden: «Die Zahlen sind gut», sagte Analyst Trip Chowdhry von Global Equities Research der Nachrichtenagentur Reuters. Die Finanzexperten erwarten viel vom kommenden Windows 8, mit dem Microsoft den Markt für Tablet-Computer aufmischen will. Auch mit der nächsten Version von Office, das CEO Ballmer erst am Montag präsentiert hatte, werden grosse Hoffnungen verbunden.


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