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Netflix will Mauern höher ziehen

Netflix will nicht, dass sich Nutzer Inhalte ansehen, die nicht für ihr Land freigegeben sind. Sie sagen VPNs und Proxys den Kampf an.

von Florian Bodoky 15.01.2016

Bei eingefleischten Serien- und Filmfans ist es gang und gäbe: Via Proxy-Server oder VPN-Diensten wird der Netflix-Content im eigenen Land links liegen gelassen und sich Netflix USA zugewandt. Der Grund dafür ist simpel: Die US-Version des Streaming-Diensts bietet einiges mehr an Inhalten als zum Beispiel Netflix Schweiz und ist zudem aktuell. Auch in der Schweiz kommt dies vor: Das Angebot von Netflix Schweiz sei zu klein und vor allem zu alt, bemängeln Netflix-USA-User hierzulande.

Davon hat Netflix aber offenbar die Nase voll: Vizepräsident David Fullagar veröffentlichte einen Blog-Eintrag, in dem er die «Netflix-Globalisierung» kritisiert und ankündigt, dass dies bald schon nicht mehr möglich sei. Netflix sei daran, solche Schlupflöcher zu stopfen. Wie dies technisch angepackt wird, verschweigt Fullagar allerdings. Hinter dieser Abschottungstaktik stecken vermutlich lizenzrechtliche Gründe, wie allgemein vermutet wird. 

Mittels VPN- oder Proxy-Dienste auf US-Inhalte zuzugreifen, sei aber kein Straftatbestand, sagt Rechtsanwalt Martin Steiger zu 20 Minuten. Es muss aber mit einer Kontosperrung seitens Netflix gerechnet werden, da diese Nutzungsweise gegen die Nutzungsbedingungen des Anbieters verstösst. 


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