Salt statt Orange: Das bringen die neuen Abos

Anlässlich des Rebrandings hat Salt auch gleich ein neues Abo-Modell namens Pass angekündigt. PCtipp erklärt, wer davon gebrauch machen sollte.

von Florian Bodoky 24.04.2015 (Letztes Update: 24.04.2015)

Seit gestern ist also klar, was vorher Gegenstand von Spekulationen war: Der Telko Orange wird zu Salt. Die Überraschung hielt sich in Grenzen. Anlässlich des Rebranding-Events (unser Schwestermagazin Computerworld berichtete), kündigte CEO Johan Andsjö eine Überarbeitung der Tarife an. Während Salt die «Me»-Abos bei behält (aus Orange Me wird Salt Me), wird es ab Juni einen weiteren Tarifplan, die «Pass»-Abos, geben. Ein Novum stellt der Bezahlrythmus dar: Die Kundschaft bezahlt nur noch einmal im Jahr. Dies scheint Teil der versprochenen höheren Kundenfreundlichkeit zu sein.

Pass-Abo lohnt sich nur für Reisende

Die Jahresgebühr für die Pass-Abos fangen bei 999 Franken an, so fern man nicht unter 27 (ab 300 Franken Jahresgebühr) oder Rentner ist (65-jährig und älter). Bei 999 Franken ist jeweils kein Smartphone inbegriffen. Ab einer Jahresgebühr von 1499 Franken spendiert Salt den Kunden ein Smartphone im Wert von höchstens 800 Franken.

Das Vergleichsportal Comparis und der Schweizer Tarifvergleich Dschungelkompass haben die Preispläne von Salt bereits unter die Lupe genommen. Mit einem Wenig-, einem Mittel- und einem Vielnutzerprofil wurden die Salt-Abos mit den entsprechenden Pendants von Swisscom und Sunrise verglichen.

Im Profil Wenig-Nutzer ging man von monatlich 60 Minuten telefonieren, 30 SMS sowie einem Verbrauch 500 Megabyte Daten aus. Da das günstigte Pass-Abo pro Monat 83.25 Franken kostet, landet es Meilenweit hinter Sunrise (Freedom start 34.40.-) und der Swisscom (Entry Plus 57.50.-).

Nicht viel besser schneiden die Pass-Abos im Mittelnutzer-Segment ab. Bei einer veranschlagten Nutzung von 120 Minuten telefonieren, 60 monatlich versendeten SMS und einem Verbrauch von 500 Megabyte an Daten landen sie im Mittelfeld. Die Swisscom ist zwar teurer (99.-), Sunrise aber billiger (57.30, Freedom Classic+Now International).

Ebenfalls im Mittelfeld landen die Pass-Abos bei Vielnutzern, mit 7 Stunden monatlichem telefonieren, 150 versendeten SMS und 750 MB Datenverbrauch. Bei der Swisscom bezahlt man dafür 99.- (infinity M), bei Sunrise 77.30.- (Freedom Relax+Now International).

Obwohl sich «Mittelfeld» erstmal nicht so schlimm anhört, gibt es einen Pferdefuss: Salt konkurrenziert sich nämlich selber. Die bereits von Orange bekannten «Me»-Abos und die Prepaid-Tarife bleiben zu gleichen Konditionen bestehen. Und die sind deutlich günstiger - für alle Nutzertypen.

Lediglich häufig reisende Personen kommen voll auf ihre Kosten: Das Abo Euro-Pass kostet, Sim-Only, 100 Franken (mit Gerät 142.-) im Monat und bietet eine 365-Tage Telefonflatrate in Europa sowie 12 Gigabyte an jährlichem Datenvolumen. Das einzig vergleichbare Angebot, Infinity plus XL der Swisscom, kostet satte 179 Franken. Eine Sim-Only-Version sucht man vergeblich.

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    Kommentare

    • POGO 1104 24.04.2015, 16.44 Uhr

      Der Pferdefuss an der ganzen Geschichte wird die im Voraus zu entrichtende Jahresgebühr sein. Der Anteil von Kunden wird nicht unerheblich sein, die nicht auf einen Chlapf mehrere 100 Stutz auf den Tresen legen können. Viele Kunden haben kein Problem, 24 Monate lang jeden Monat z.B. 100 Stutz für ein ABo zu bezahlen und eine 1x Zahlung x für das Wunschgerät - dass das Gerät schlussendlich viel teurer kommt als bei einem Normalkauf mit einem günstigen Monatabo zusammen - das zählt nicht - H[...]

    • ursula571 24.04.2015, 18.27 Uhr

      Mich nähme wunder, ob man dann sein laufendes Orange Abo vorzeitig kündigen kann? Als Oma habe ich ein ganz Günstiges, zahle teilweise nur etwa 15 Franken im Monat, da ich mein Mobile wirklich nur zum Telefonieren, Simsen und Fotografieren verwende. Ich habe keine Lust, mit der neuen Firma einen unvorteilhaften Deal einzugehen....

    • Flo 24.04.2015, 21.04 Uhr

      Viel Spass denjenigen Kunden, die wegen Streitigkeiten Geld zurückfordern wollen. Das ist bekanntich viel schwieriger, als Ende Monat den angefochtenen Betrag nicht einzubezahlen.

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