Schweizer Linux-Computer: ab dem 10. September

Anfang Juli berichteten wir von einer Schweizer Firma namens Why Open Computing, die auf eigens assemblierte PCs und Notebooks setzt. Beim Betriebssystem setzen sie auf Linux. Nun erscheinen in wenigen Tagen erste Geräte.

von Simon Gröflin 06.09.2013

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PCtipp testet bereits ein erstes Why-Notebook: Erste Einschätzungen fallen schon mal positiv aus PCtipp testet bereits ein erstes Why-Notebook: Erste Einschätzungen fallen schon mal positiv aus Zoom In einigen Tagen wird Why Open Computing die ersten eigenen Linux-Rechner in der Schweiz liefern können, darunter auch eigens assemblierte Notebooks. Mit Linux (Ubuntu) ausgerüstet und mit einer grossen Anzahl vorinstallierten freien Programme versehen, seien diese Computer für eine Lebensdauer von über zehn Jahre konzipiert. Die Kunden können sich gemäss Medienmitteilung auf ein Netz von über 110 Fachgeschäften stützen und in einem Wiki, das von Swisslinux.org gehostet wird, nachschlagen. Mit dem Betriebssystem GNU/Linux (nach Ubuntu 12.04 Long Term Support) ausgerüstet und mit allen üblichen freien Programme versehen, sollen die Computer eine echte Alternative bieten zu den Windows- und Mac-OSX-Rechnern.

Da die Why-Computer anhand von Online-Anweisungen und billigen Ersatzteilen leicht reparierbar seien, wollen diese Rechner eine konkrete Antwort zum Problem der vorprogrammierten Alterung der Produkte insbesondere im IT-Sektor bieten.

Support-Netzwerk: vor allem in der Deutschschweiz

Why Open Computing habe ein Netz von über 110 KMU-Betrieben geschaffen, die bereit sind, den Kunden-Support vor Ort zu leisten. Obwohl das junge Unternehmen den Sitz in der Westschweiz, in der Nähe von Lausanne hat, befände sich eine Mehrzahl der beratenden Unternehmen in der deutschsprachigen Schweiz. Dafür stehe die mehrsprachige Plattform Swisslinux.org zur Verfügung. Dank dieser Plattform stehen den Kunden ein speziell für Why eingerichtetes Wiki und Forum zur Verfügung.

Erste Geräte ab dem 10. September verfügbar

500 Laptops und 100 Desktop-PCs stehen ab dem 10. September für den Verkauf bereit. Das Volumen der nächsten Serie hängt vom Erfolg der Verkäufe im September ab. Um einem möglichen Ausverkauf vorzubeugen, rate Why, interessierten Kunden mit einer Bestellung nicht allzu lange abzuwarten.

Über den Firmengründer

François Marthaler, bis zum 30. Juni 2012 Regierungsrat des Kantons Waadt für die Informatik verantwortlich und Gründer von Why Open Computing, will so beweisen, dass die neuen Technologien der Informatik und der Kommunikation der nachhaltigen Entwicklung unserer Gesellschaft beitragen können. Diese Herausforderung ist wahrscheinlich nicht so töricht, wie sie aussieht …

PCtipp testet bereits ein erstes Notebook von Why

Wir testen zuzeit ein erstes Why-Notebook. Unsere ersten Einschätzungen bis jetzt sind durchaus positiv. Ein ausführlicher Testbericht folgt bald.


    Kommentare

    • Alex80 08.09.2013, 03.13 Uhr

      Gute Sache. Das müsste es einfach noch mehr geben, denn nur so wird Linux unter den Leuten wirklich bekannt.

    • Masche 08.09.2013, 09.45 Uhr

      Gute Sache. Das müsste es einfach noch mehr geben, denn nur so wird Linux unter den Leuten wirklich bekannt. Wenn Linux einem Bedürfnis einer breiteren Bevölkerungsschicht entsprechen würde, müsste der Bekanntheitsgrad schon längstens viel höher sein, insbesondere, da es Linux schon seit vielen Jahren gibt (vor Windows 95). Doch auch die Initianten dieser, an sich begrüssenswerten Initiative, scheinen den Erfolg auch noch recht vorsichtig zu einzuschätzen: 500 Laptops und 100 Desktop-PCs ste[...]

    • Kovu 09.09.2013, 13.52 Uhr

      ^ im übrigen bin ich froh, wenn Linux ein massenuntaugliches Betriebssystem bleibt. Als Linux-Anwender bin ich dann an der Schädlingsfront weniger exponiert, weil es schlicht und einfach auch weniger interessant ist bösartige Software für das OS zu schreiben. Ich halte im übrigen - wie hier auch schon oft erwähnt - den Weg von Ubuntu in Richtung Massenmarkt für als nicht erstrebenswert. Ubuntu (wie auch Android) schadet der Opensource-Szene eher als dass es nützt, und es ist im grunde ärgerli[...]

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