Shitstorm über Internet-Abos bei Migros

Übers Wochenende braute sich auf der Migros-Kunden-Plattform ein Shitstorm zusammen. Migros würde mit seinen neuen Internet-Kombi-Paketen eine Mogelpackung anbieten, sagten Kunden.

von Simon Gröflin 10.03.2014 (Letztes Update: 10.03.2014)
Die Drähte liefen heiss bei der M-Budget-Hotline: Etwa 300 Kunden konnten die angebotene Internet-Geschwindigkeit nicht erreichen Die Drähte liefen heiss bei der M-Budget-Hotline: Etwa 300 Kunden konnten die angebotene Internet-Geschwindigkeit nicht erreichen Zoom Die Werbung zu den neuen Migros-Kombi-Angeboten tönt grundsätzlich gut: Für nur Fr. 59.80 kriegt ein Kunde neuerdings bei Migros ein Kombi-Paket für Internet, Digital-TV und Festnetz. Doch entpuppte sich die vielversprechende Reklame für viele Kunden als Albtraum, wie mehrere Kunden dem Sonntagsblick berichteten. Einzelne Kunden hätten etwa anstelle der versprochenen 15-Mbit-Geschwindigkeit nur lahme 4 bis 5 Mbit Download-Geschwindigkeit erhalten. Gemäss Blick gingen Beschwerdebriefe bis zum neuen Marketingchef Hansueli Siber.

Update: Gemäss Blick stoppte die Werbung fürs M-Budget-Paket letzte Woche abrupt. Migros korrigierte, die Kampage sei nicht abrupt gestoppt wurden, sondern sei normal ausgelaufen.

Die Migros-Mediensprecherin Monika Weibel bestätigte die Vorfälle gegenüber PCtipp. Sie präzisierte aber, dass, entgegen der Meldung von Blick, von etwa 300 Kunden die Rede sei und nicht einer Kundenzahl im Tausenderbereich. «Beim M-Budget-DSL/TV handelt es sich um ein komplexes technisches Produkt. Der Kundendienst war schlichtweg überfordert mit den Anfragen», meinte die Migros-Mediensprecherin.

Olaf Schulze von Swisscom erklärte PCtipp: «Betroffen waren vor allem die Kunden, welche von der 15-Mbit-Bandbreite profitieren wollten und diese standortbedingt nicht erreichen konnten. Diesen Kunden wurde indes aber ausnahmslos eine Migration auf VDSL angeboten.» 


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