Swisscom lanciert neuen Prepaid-Preisplan

Telko-Primus Swisscom baut seine Prepaid-Angebote aus. Mit Daten- und Minuten-Paketen. PCtipp analysiert.

von Florian Bodoky 20.09.2017

Surf- und Telefonie-Pauschalen gehören bei Handy-Abos längst zum Alltag. Nun hat Telko Swisscom auch buchbare, monatlich verrechenbare Pakete für Prepaid-Kunden lanciert und so in die inOne-Dachmarke aufgenommen.  

Zusätzlich zum Prepaid-Basis-Tarif, der weiterhin in der alten Form bestehen bleibt, lanciert Swisscom die Prepaid-Tarife S, M und L. Diese sehen jeweils kostenlose SMS in unlimitierter Zahl vor. Die Telefonie findet beim Paket S zum Standard-Tarif statt. Bei den Prepaid-Paketen M und L können die Kunden eine bzw. fünf Swisscom-Nummern bestimmen, mit denen sie unlimitiert und ohne Zusatzkosten telefonieren möchten. Allerdings kann nur eine Nummer nach Ende des Monats kostenfrei durch eine andere ersetzt werden. Des Weiteren sind zwischen 250 MB bis zu 1 Gigabyte Datenvolumen in der Pauschale enthalten. Für Prepaid-Vielsurfer stellt die Swisscom Zusatzpakete von 500 Megabyte für Fr. 8.90 und 1,5 Gigabyte für Fr. 19.90 bereit.

Neu gibt es bei Swisscom Pauschal-Tarife für Prepaid-Kunden Neu gibt es bei Swisscom Pauschal-Tarife für Prepaid-Kunden Zoom© Swisscom

Des Weiteren hat der Branchen-Primus auch einen Prepaid-Tarif für Kinder und Jugendliche lanciert. Das Preismodell namens inOne Mobile Prepaid Kids ersetzt den Tarif-Plan Natel Easy Start. Der Anbieter betont jedoch, dass bisherige Natel-Easy-Start-Kunden nicht automatisch auf den Kids-Tarif migriert werden. 

Das Kids-Modell kostet monatlich Fr. 9.90 und umfasst in Sachen Telefonie und SMS die gleiche Leistung wie inOne Prepaid L. Das inkludierte Datenvolumen beträgt 300 Megabyte. 

PCtipp meint

Die Entwicklung, vertraglich nicht verbindliche Pauschalen für Prepaid-Kunden anzubieten, ist sehr begrüssenswert. Auch die Abstufungen mit relativ geringen Preisunterschieden kommen den unterschiedlichen Bedürfnissen der Kundinnen und Kunden entgegen. In Sachen SMS und Datenvolumen unterbietet der Branchen-Primus z.B. auch Mitbewerber Sunrise. Einen Minuspunkt gibts für die mangelnde Flexibilität bei den unlimitierten Anrufen. Diese sind auf eine bis fünf vorher festgelegte Nummern beschränkt. Wenn das Paket jeweils Ende Monat erneuert wird, kann aber nur eine der fünf festgelegten Nummern kostenfrei geändert werden. Für jede weitere Änderung wird eine Gebühr von 2 Franken fällig. Da ist Mitbewerber Sunrise mit einer maximalen Anzahl kostenloser Anrufe, nicht aber eine Beschränkung der Nummern, flexibler. Alles in allem aber sicher ein Fortschritt, besonders hinsichtlich der Beibehaltung des Basis-Tarifs, der weiterhin nach dem «Verursacherprinzip» verrechnet wird.

PCtipp-FAQ

  1. Wird der Prepaid-Tarif automatisch erneuert?

    Ja. Hat man sich für einen Tarif entschieden, wird das Paket nach Ablauf der 30 Tage automatisch erneuert und die Pauschale vom Guthaben abgezogen.

  2. Wie kann ich kündigen?

    Über das Swisscom-Cockpit (cockpit.swisscom.ch) oder mit einer SMS an die Kurznummer 444.

  3. Welche Fristen gibt es?

    Die Kündigung tritt zum Ende der 30-tägigen Periode des aktuell genutzten Pakets in Kraft. Heisst: Es findet einfach keine automatische Verlängerung statt. 

  4. Wie läuft die monatliche Bezahlung?

    Das Guthaben wird wie bisher aufgeladen. Reicht das Guthaben nicht für die Belastung der Pauschale, wird man per SMS informiert. Nach dem Aufladen wird die Gebühr wieder belastet. Lädt man nicht auf, gelten die normalen Preise des Basis-Tarifs.

  5. Sind die festgelegten Nummern fix?

    Jein. Jeden Monat kann eine der fünf Nummern (inOne L oder Kids) kostenfrei ersetzt werden. Weitere Nummernänderungen schlagen mit 2 Franken zu Buche, die dem Guthaben belastet werden.

Tags: Swisscom

Kommentare

  • extracool 07.10.2017, 09.48 Uhr

    Na ja - Danke für den Artikel. Allerdings vom "Branchen-Primus" zu sprechen halte ich für falsch, höchstens dann, wenn es um hohe Preise geht. Weiterhin halte ich Swisscom für zu teuer und wir wissen (zumindest aus meiner Sicht und Erfahrung), dass Sunrise, Salt und kleinere Sub-Anbieter z.t. wesentlich bessere Angebote haben, besonders auch im Hinblick auf Mobile Daten und Kinder. Auch die Beschränkung auf 10 Mbit/s ist nicht mehr zeitgemäss. Ausmeiner Sicht kauft man für teures Geld eine abges[...]

  • Gaby Salvisberg 09.10.2017, 10.50 Uhr

    Na ja - Danke für den Artikel. Allerdings vom "Branchen-Primus" zu sprechen halte ich für falsch, Siehe Computerworld-Heft 9/2017, Top 500, Vergleich der Spartenumsätze, Plätze 1 bis 3: Swisscom: 9'314,4 Mio Sunrise: 1'688,3 Mio UPC: 1'356 Mio Und dann kommen die restlichen (Salt und kleinere). Herzliche Grüsse Gaby

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