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Swisscom renoviert Abos von Grund auf

Der Telko Swisscom räumt auf. Statt Vivo und Infinity gibts jetzt inOne. Damit sollen Kombi-Abos komplett individualisierbar sein. PCtipp hat das Angebot unter die Lupe genommen.

von Florian Bodoky 22.02.2017

InOne heisst das neue Overall-Abonnement, das die Swisscom anlässlich einer Medienkonferenz heute vorgestellt hat. Dieses neue Preismodell löst die bisherigen Pläne namens Vivo und Infinity ab. Während die Vivo-Pakete den Heimbedarf (TV, Festnetz, Internet) abdeckte, war Infinity um die mobilen Bedürfnisse besorgt.

Das neue inOne soll nun ein ganzheitlicher Preisplan für alle Produkte sein. Dieser sei aber modular, so die Swisscom. Es gebe keine fixen Pakete, sondern einzelne Module, aus denen der Kunde das für ihn passende Modul auswählen oder sogar ganz abwählen kann. Surft der Kunde viel im Internet, wählt er einen schnellen Internetanschluss. Schaut er aber nie fern, kann er bei inOne die Option TV komplett abwählen und bezahlt entsprechend weniger. Auch bei den Mobil-Abos und beim Festnetz gibt es mehrere Leistungsstufen und die Möglichkeit, komplett darauf zu verzichten. Lediglich ein Internetanschluss für zu Hause ist die Grundbedingung, wenn man inOne-Kunde werden möchte. Im Gespräch mit der SDA äusserte sich Telekom-Experte Ralf Beyeler positiv zum neuen System des Branchenprimus. Das fehlende Modularsystem sei bis dato der Schwachpunkt des Swisscom-Preisplans gewesen.

Neue Preise und Rabatte für die Grossfamilie

Auch neu ist, dass grosse Haushalte profitieren. Werden Internet- und Mobil-Abo kombiniert, gibt es auf den ersten zwei Abonnements 20 Franken Rabatt pro Monat. Sind es zwischen drei und fünf Abonnements, erhöht sich der monatliche Rabatt sogar auf 40 Franken. 

Im gleichen Atemzug kündigt die Swisscom Preissenkungen an. Besonders beliebte (lies: häufig verkaufte) Abonnements erfahren eine Preisreduktion.

Abo

neuer Preis

alter Preis

1 Gbit/s Internet

neu: 99 Franken/mtl.

vorher: 139 Franken/mtl.

40 Mbit/s Internet samt Swisscom TV (7 Tage Replay)

neu: 85 Franken/mtl. 

vorher: 114 Franken/mtl.

40 Mbit/s Internet samt Mobile-Flatrate S

neu: 110 Franken/mtl.

vorher: 148 Franken/mtl.

Einzelne Abos ausgebaut

Andere Abo-Stufen bleiben preislich gleich, erhalten jedoch einen Leistungsschub: So wurde die Aufnahmekapazität von TV-Abos im höheren Preissegment auf 2400 Stunden ausgebaut und jene im mittleren Preissegment mit der 7-Tage-Replay-Funktion ausgerüstet. Zusätzlich erhalten alle Mobil-Abos 100 Megabyte Datenvolumen, die man ausserhalb Europas kostenlos verbrauchen kann, so z.B. in den USA, in Australien oder in vielen Ländern Asiens und Südamerikas.

Das Angebot inOne geht Anfang April an den Start. Ob bestehende Kunden auf inOne wechseln möchten oder bei ihren Vivo- oder Infinity-Paketen bleiben möchten, können sie frei wählen, so die Swisscom. 

Nähere Informationen gibt es in der Medienmitteilung.

Tags: Swisscom

    Kommentare

    • Charlito 22.02.2017, 19.01 Uhr

      «Gut, aber teuer», fasst Telecom-Experte Ralf Beyeler vom Konsumenten-Portal Verivox die neuen Angebote von Swisscom zusammen. Gut, weil die Kundinnen und Kunden nur die Produkte kaufen müssen, die sie auch wirklich brauchen. Doch dies hat, wie die Berechnungen gezeigt haben, seinen Preis. Gruss, Charles

    • extracool 27.02.2017, 21.43 Uhr

      Swisscom ist und bleibt teuer. Nur ide Services werden nicht besser, auch wenn das versprochen wird. Auch der Service lässt mehr und mehr zu wünschen übrig. Ich gehe auch davon aus, dass ihnen die schlechte Routerqualität langsam ein Problem wird. Ich habe in meinem Bekanntenkreis jede Woche mindestens ein Telefon, bei dem sich (spaäter) herausstellt, dass der Router abgestürzt ist. Dies ist vor Allem für die ältere Generation überhaupt nicht nachvollziehbar, auch wenn man es wieder und wieder u[...]

    • Jürgen N. 28.02.2017, 09.41 Uhr

      Es ist doch wirklich niemand gezwungen, einen bestimmten Provider zu nehmen. Oder? Und von wegen "bestem Netz". Versuche einmal im Unterengadin (ja, das gibt es wirklich, liegt irgendwo in der Schweiz) ohne Swisscom zu telefonieren oder fernzusehen. Gruss Jürgen

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