News 08.10.2015, 10:30 Uhr

Swisscoms 5G-Roadmap vorgestellt

Die Swisscom baut ihr mobiles Datennetz kontinuierlich aus. Um die grossen Datenmengen zu stemmen, setzt der Telko auf 5G.
Laut Swisscom verdoppelt sich das Datenvolumen im Mobilfunknetz alle zwölf Monate. Schon heute überträgt der Fernmelderiese pro Tag knapp 290'000 Gigabyte Daten. Pro Jahr sind dies über 105 Millionen Gigabyte. Um auch künftige Datenvolumina bewältigen zu können, müsse das Netz schon jetzt gezielt für die Anforderungen der Zukunft ausgerüstet werden, wie Heinz Herren, Leiter IT, Netz und Innovation bei Swisscom, betont.

Mobilfunkantenne im Kabelschacht

Dabei werde einerseits die Infrastruktur sukzessive für die Zukunftsübertragungstechnik 5G fit gemacht. Andererseits versucht Swisscom mit eigenen Ideen, heutige Engpässe zu überwinden. Einen dieser Flaschenhälse findet man in Ballungszentren. Dort greifen viele Nutzer gleichzeitig auf das mobile Internet zu. Um den Anwendern trotzdem die notwendige Bandbreite zur Verfügung stellen zu können, setzt der Provider eigenen Angaben zufolge auf eigens entwickelte Mobilfunkantennen und Mikrozellen. Diese sollen in bestehende Festnetzschächte in der Strasse eingebaut werden und die dort vorhandene Strom- und Internetanbindung nutzen. Die von Swisscom entwickelte Antenne müsse dabei hohen Anforderungen standhalten wie extremen Witterungsbedingungen oder dem Gewicht eines 40 Tonnen schweren Lastwagens.
 
In Kabelschächten will Swisscom Zusatzantennen aufstellen
In der Stadt Bern sind im ersten Halbjahr 2015 laut Swisscom diesbezüglich bereits Feldversuche durchgeführt worden. In einem nächsten Schritt werde der Pilot auf die Städte Basel, Lausanne und Zürich ausgeweitet. Der Pilot wird in Zusammenarbeit mit Ericsson und Kathrein realisiert. Bei erfolgreichem Testverlauf sei eine breite Einführung 2016 denkbar, schätzt Swisscom. Auch bei dieser Anwendungsart von Antennen werde der Immissionsgrenzwert für nicht ionisierende Strahlung eingehalten, verspricht der Telko.
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Kommentare
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gucky62
08.10.2015
Tja, und da wegen der geplantten Zwangsumstellung alle Telefonanschlüsse auf VOIP nun alle Notrufanlagen auf GSM Module umgestellt werden müssen, kann C die Abschaltung der GSM Netzes vergessen. Ansonsten dürfte SC einige Anzeigen und Schadenersatzklagen erwarten. So eine Umstellung der Notrufsysteme ist nicht gerade preiswert. Mit zwischen 1000 bis 3000.- CHF pro System sind da zu rechnen, neben den Kosten bei den Betreibern der Notrufzentralen. Da SC die Kunden dazu zwingt auf die Notrufsysteme umzustellen, den VOIP Losungen sind dafür völlig unbrauchbar, zu fehleranfällig und unzuverlässig, wird diese Planung noch lustig. Dabei muss natürlich zuerst mal geklärt werden ob sich die vorhganden GSM Notfall-Systeme einfach umstellen lassen. Wobei GSM im Notfall vermutlich noch um einiges robuster sein dürfte, als die neuen Techniken. So Nebenbei fällt das G3/G4 Empfang immer relativ oft noch in den GSM Betrieb zurück, da die Empfangsleistung schlicht und einfach zu mies ist, oder die Funkzelle überlastet ist. Es hat schon seinen Grund, wieso die uralte Pager-Infrastruktur immer noch zu grösseren Teilen in Betrieb ist. Die Funktioniert auch noch im untersten Untergeschoss der Tiefgarage :-). Mal abwarten. Gruss DAniel