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UPC wirft Fehdehandschuh in den Telko-Ring

Hoppla, UPC: Ab Ende September wird die Grundversorgung von 2 auf 40 Mbit/s erhöht. Zudem gibt es eine komplett neue Verrechnungsmethode.

von Fabian Vogt 16.09.2016

Paukenschlag im Wettstreit um die Vormachtstellung im immer umkämpfteren Schweizer Telko-Markt: UPC bietet ab Ende September ein neues Grundangebot von 40 Mbit/s inklusive Telefonie und Internet. Der Preis: Fr. 49.– pro Monat. Das bisherige Grundangebot beinhaltete 2 Mbit/s und kostete bisher Fr. 33.95, ab Januar 2017: Fr. 36.90.

Ausser der Internetgeschwindigkeit unterscheidet sich das neue und alte Basisangebot nicht. Wer weiterhin mit 2 Mbit/s zufrieden ist, muss nicht wechseln, Neukunden werden aber nur noch die 40 Mbit/s angeboten. Der Grund für die zwanzigfach höhere Geschwindigkeit ist der stetig wachsende Internetverkehr, sagt UPC-CEO Eric Tveter: «Mit dem neuen Grundanschluss kommen wir dem Kundenbedürfnis nach schnellem Internet nach und legen mit der neuen Grundversorgung den Grundstein für die Konnektivität zur digitalen Welt.»

Wie gut das Angebot ist, zeigt ein Vergleich mit den Angeboten der Konkurrenz: Für die Auflistung haben wir jeweils die zwei günstigsten Angebote von Quickline, Sunrise und Swisscom verglichen, ohne allerdings Promo-Aktionen oder Angebote wie «die ersten drei Monate gratis» einzuberechnen.

Das neue UPC-Angebot im Vergleich Das neue UPC-Angebot im Vergleich Zoom© computerworld.ch

Endlich Transparenz

Für Kunden – und auch für UPC – eine enorme Vereinfachung wird die zweite Neuheit werden, die das Unternehmen ankündigte: Die Verrechnung der neuen Grundversorgung wird nicht mehr über die Mietnebenkosten stattfinden. Keine versteckten bzw. im Kleingedruckten einsehbaren Kosten mehr, die mit der Miete bezahlt und oft übersehen werden. Derart wünschenswert handhabt es übrigens auch die Swisscom mit ihren Vivo-Angeboten, bei denen der Festnetzanschluss ebenfalls im Endpreis inbegriffen ist. 

Das Angebot ist ab Verfügbarkeit (Ende September) das beste auf dem Markt. Dem Internet-Paket von Sunrise fehlt das TV-Angebot, die restlichen Konkurrenten haben weit teurere Pakete (* bei Quickline muss zum obigen Preis noch die Grundgebühr in Höhe von – je nach Partner – 11 bis 30 Franken dazugerechnet werden). Quickline, Sunrise und Swisscom müssen deshalb mit ähnlichen Angeboten nachziehen, um im lukrativen Weihnachtsgeschäft optimistisch auf Kundenfang gehen zu können. Es bleibt abzuwarten, ob sie den von UPC hingeworfenen Fehdehandschuh aufnehmen oder der Konfrontation ausweichen.

Tags: Cablecom

    Kommentare

    • hanswurst1 16.09.2016, 11.34 Uhr

      Ach die liebe Cablecom, versucht sie schon wieder, den direkten Kundenkontakt zu erzwingen... Der grösste Teil zahlt den Kabelanschluss mit der Miete, wenn Cablecom da jetzt versucht, die vermieter "auszubooten", koennten die auch einfach den Anschluss fuer Mieter kappen, die nichtmehr zahlen...

    • acscomputer 16.09.2016, 14.23 Uhr

      Was ist daran schlecht wenn eine Firma direkten Kundenkontakt will? Jetzt bezahlt der grösste Teil es noch mit der Miete, aber wenn du z.b zügelst ist es nicht mehr direkt dabei. Der Anteil die es direkt mit den Mieten bezahlen wird so oder so abnehmen.

    • foeldes 16.09.2016, 15.50 Uhr

      Vollkommen absurd, dass man die Cablecom nicht zwingt sämtliche Kundenbeziehungen via Mietverträge zu beenden. Ich möchte gar nicht wissen, wie viele Leute bei Cablecom nur Zombie-Kunden sind. Ich zähle die Tage, bis an meiner Strasse endlich Glasfaserkabel verlegt werden, damit ich diesem Verein wie schon der Swisscom vor vielen Jahren endgültig den Rücken kehren kann.

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